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Wirtschaftskrise und Netbooks machen Microsoft zu schaffen

Softwarekonzern kündigt Entlassungen an. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse kündigt auch Microsoft Entlassungen an. Rund 5.000 Mitarbeiter müssen gehen. Die Wirtschaftskrise und der Erfolg der Netbooks drücken bei Microsoft den Umsatz.
/ Jens Ihlenfeld
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Microsoft meldet für sein zweites Geschäftsquartal 2008/2009 einen Umsatz von 16,63 Milliarden US-Dollar, ein Zuwachs von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der operative Gewinn schrumpfte um 8 Prozent auf 5,94 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn um 11 Prozent auf 4,17 Milliarden US-Dollar.

Der schwache PC-Markt und der Erfolg der neuen Geräteklasse Netbook ließ den Umsatz im Geschäftsbereich Client um 8 Prozent sinken. Zugleich konnte Microsofts Geschäftsbereich Server & Tools seinen Umsatz um 15 Prozent steigern und auch die Sparte Entertainment und Devices wuchs um 3 Prozent. Vor allem die hohe Nachfrage nach Microsofts Spielekonsole Xbox 360 sorgte hier für Wachstum. Insgesamt verkaufte Microsoft im Weihnachtsquartal rund 6 Millionen Xbox-360-Konsolen.

Angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Situation streicht Microsoft rund 5.000 Stellen in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Marketing, Sales, Finanzen, Recht, Personalwesen und IT. Rund 1.400 Stellen davon fallen sofort weg, der Rest wird in den nächsten 18 Monaten abgebaut. So will Microsoft seine jährlichen operativen Kosten um rund 1,5 Milliarden US-Dollar senken, rechnet 2009 aber mit Restrukturierungskosten dafür von rund 700 Millionen US-Dollar.

Microsoft in Deutschland ist von den aktuellen Personalmaßnahmen in nur geringem Umfang betroffen. Lediglich bei Supportfunktionen, die hierzulande angesiedelt, aber nicht nur für den deutschen Markt tätig sind, könne eine kleine zweistellige Zahl an Stellen entfallen, hieß es.

Die Quartalszahlen legt Microsoft entgegen seiner sonstigen Gewohnheit schon zu Handelsbeginn statt zu Handelsschluss an der Wall Street vor. Eine konkrete Prognose für das laufenden Geschäftsjahr gibt der Konzern aufgrund der wackeligen Wirtschaftssituation nicht ab.


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