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Seagate-Firmware für sechs Festplatten wieder öffentlich

Überprüfung durch Support trotzdem ratsam. Das kurzfristig zurückgezogene Update für die meisten Modelle der Serie "Barracuda 7200.11" ist von Seagate nun wieder zum direkten Download zur Verfügung gestellt worden. Ob das Programm die Geräte eindeutig identifizieren kann, ist noch unklar.
/ Nico Ernst
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Inzwischen geht Seagates Lösungsversuch für ein nach Angaben des Herstellers sehr seltenes Problem in die dritte Runde. In der Nacht zum Montag, dem 19. Januar 2009, hatte Seagate ein Firmwareupdate für die meisten Modelle der Serie Barracuda 7200.11 ins Netz gestellt . Keine 48 Stunden später stellte sich heraus, dass das Programm zwar Seriennummer, Modellnummer und Firmwareversion einer Festplatte überprüft, aber nicht die "Part Number". Seagate zog das erste Update zurück , da es funktionierende Laufwerke lahmlegen kann, wenn die Firmware nicht genau zur Teilenummer passt.

Von dieser Teilenummer ist auch bei dem jetzt wieder zum Download gestellten neuen Update(öffnet im neuen Fenster) nicht die Rede. Es dient für die Modelle ST3500320AS, ST3500620AS, ST3500820AS, ST3750330AS, ST3750630AS und ST31000340AS. Letzere Festplatte ist das erste Terabyte-Laufwerk von Seagate mit vier Magnetscheiben.

Anders als bei der ersten Version des Updates für diese Laufwerke steht nun für jede Modellnummer ein eigenes Programm zur Verfügung. Für die beiden Laufwerke ST3640330AS und ST3640530AS verspricht Seagate an derselben Stelle ebenfalls ein Update, will dieses aber nur nach einer Mail an disksupport@seagate.com zusenden.

Derartige Anfragen bleiben aber nach den Foreneinträgen zahlreicher Leser von Golem.de und eigenen Erfahrungen der Redaktion im Moment wegen des großen Ansturms tagelang unbeantwortet. Zudem hatte Seagate bisher mit discsupport@seagate.com eine leicht abweichende Mailadresse für die Kontaktaufnahme genannt. Auch die anderen Kontaktmöglichkeiten(öffnet im neuen Fenster) , etwa per Telefon, sind derzeit völlig überlastet.

Trotzdem kann man im Moment nur dazu raten, ein Backup eines der möglicherweise betroffenen Laufwerke anzufertigen und die Festplatte nur dann selbst zu aktualisieren, wenn man nicht zwingend auf das Gerät angewiesen ist. Wie Seagate mehrfach beteuerte, kann der Fehler nur sehr selten auftreten, und auch nur dann, wenn das Laufwerk eingeschaltet wird. Insbesondere Server mit den problematischen Festplatten sollte man also nicht abschalten. Seagate will demnächst auch das bereits kurz sichtbare Tool wieder ins Netz stellen, mit dem man anhand von Seriennummer, Modellnummer und aktueller Firmware feststellen kann, ob die jeweilige Festplatte überhaupt ein Update braucht.


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