Sony bricht beim Weihnachtsgeschäft mit LCD-Fernsehern ein

Sony rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem operativen Verlust von 260 Milliarden Yen (2,2 Milliarden Euro). Der Nettoverlust wird bei 150 Milliarden Yen (1,2 Milliarden Euro) liegen. Das gab die Firmenleitung heute in Tokio bekannt.
Für den Konzern ist es die erste negative Jahresbilanz seit 14 Jahren. Das Geschäftsjahr 2008/2009 endet für Sony im März 2009.
Grund für den Einbruch waren die schwache Nachfrage für LCD-Fernseher im Weihnachtsgeschäft und die starke Landeswährung Yen, die die Gewinne aus dem Auslandsgeschäft schmälert. Die Fertigung von LCD-Fernsehern wird Sony zurückfahren, Fabriken in Japan werden zusammengelegt. Die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei erwartet(öffnet im neuen Fenster) , dass dabei über 2.000 Arbeitsplätze wegfallen.
Noch im Oktober 2008 hatte Sony einen operativen Gewinn von 200 Milliarden Yen (1,7 Milliarden Euro) und einen Nettogewinn von 150 Milliarden Yen (1,3 Milliarden Euro) in Aussicht gestellt. Die Umsatzprognose senkte Sony um 14 Prozent von 9 auf 7,7 Billionen Yen.
Sony erlitt schon in seinem zweiten Finanzquartal , dessen Geschäftsbericht am 29. Oktober 2008 vorgelegt wurde, einen Gewinneinbruch um 72 Prozent. Im Dezember 2008 hatte die Konzernführung den Abbau von 16.000 Arbeitsplätzen und die Schließung von sechs Fabriken angekündigt. Damit sollen jährlich 100 Milliarden Yen (860 Millionen Euro) eingespart werden. Die Hälfte der 57 Sony-Fabriken ist in Japan angesiedelt, wo ein Drittel der 180.000 Konzernmitarbeiter tätig ist.
(Alle Währungsumrechnungen zum aktuellen Tageskurs am 22. Janaur 2009)