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BVDW: Sperrungen gegen Kinderpornos schädigen das Internet

Gutachter rechnen mit "erheblichen Kollateralschäden"

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) stellt sich gegen geplante Internetsperren gegen Kinderpornografie. Eine echte Blockade ist wegen der dezentralen Strukturen des Internets seiner Auffassung nach nicht möglich, ließe sich einfach umgehen und könnte zu Störungen im Internet führen.

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft, in dem viele Inhalteanbieter organisiert sind, hat ein Gutachten zum Haftungsregime für Host- und Access-Provider im Bereich der Telemedien vorgestellt. Damit reagiert die Branchenorganisation auf den Plan der Bundesregierung, Netzsperren gegen Kinderpornografie einzuführen.

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Aus dem Umfeld des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) war zu erfahren, dass der Vorstoß für Familienministerin Ursula von der Leyen "ganz klar ein absolutes Wahlkampfthema" sei. Die Ernsthaftigkeit des Leyen-Vorstoßes steht auch dadurch infrage, dass die Kriminalpolizei im Kampf gegen Kinderpornografie personell nicht genügend ausgestattet ist. "Wir müssen mehr Internetfahnder und Kinderpornografie-Ermittler in der Kriminalpolizei ausbilden und einsetzen", sagte Bernd Carstensen, Sprecher des Bunds Deutscher Kriminalbeamter, Golem.de zur Lage in dem Bereich.

Kritiker befürchten zudem eine schrittweise Ausweitung der Internetzensur. Wenn es möglich ist, bestimmte Inhalte effektiv zu sperren, dürfte die Liste derer, die sich durch Internetangebote bedroht fühlen, schnell wachsen.

Sperrungen, also die vollständige Verhinderung der Erreichbarkeit eines rechtswidrigen Inhalts im Internet, seien nach Auffassung des BVDW aufgrund der dezentralen Strukturen des Internets ohnehin nicht möglich. Allenfalls wären Zugangsbeschränkungen realisierbar, die sich jedoch mit einfachsten Mitteln jederzeit umgehen ließen.

Als denkbare Zugangsbeschränkungen werden in erster Linie drei technische Ansätze diskutiert: Sperrungen über in Routern gespeicherte IP-Adressen, Zugangsbeschränkungen über den Ausschluss von DNS-Namen in DNS-Servern sowie Sperren durch die Verwendung eines Zwangs-Proxy-Servers.

BVDW-Sprecher Gerd M. Fuchs erinnert im Gespräch mit Golem.de daran, dass die IP-Sperrung der Plattform YouPorn durch den Access-Provider Arcor fast 3,5 Millionen Websites in Deutschland unerreichbar gemacht habe. Grund ist der verbreitete Einsatz des virtuellen Hostingverfahrens. Eine Umkonfiguration von Routern im Hinblick auf einzelne IP-Adressen könne deshalb zu erheblichen "Kollateralschäden" führen.

BVDW: Sperrungen gegen Kinderpornos schädigen das Internet 

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firehorse 23. Jan 2009

...selbst eine schwierige Kindheit. So etwas färbt bekanntlich ab :)

firehorse 23. Jan 2009

"Aus dem Umfeld des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) war zu erfahren, dass der...

horst_ 22. Jan 2009

wenn ich pädophil wäre, würde ich schon lange TOR und ähnliche techniken nutzen.. ist ja...

Kung-Fu 22. Jan 2009

ein nicht unerheblicher Teil dieser Schmuddelserver befindet sich in den östlichen...

Gretel 22. Jan 2009

kein Mensch (sorry...äh Schäuble) hat in Wirklichkeit Interesse daran, dass der Schmutz...


Telemedicus / 02. Apr 2009

Netzsperren: Was geht technisch?

hep-cat.de / 24. Jan 2009



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