Seagate zieht Firmwareupdate zurück, warnt vor Installation

Update kann bei unpassenden Platten das Laufwerk unzugänglich machen

Das vor rund 48 Stunden veröffentlichte Update der Firmware für einen Teil der Festplattenserie "Barracuda 7200.11" war nicht für alle Laufwerke der Serie passend. Seagate will weitere Updates bis auf weiteres nur noch auf Anfrage zur Verfügung stellen, nennt aber auch Hintergründe des eigentlichen Problems.

Artikel veröffentlicht am ,

Die seit Ende November 2008 schwelende Affäre um einen Firmwarefehler in den Desktopfestplatten von Seagate entwickelt sich für das Unternehmen zu einem Desaster. Wie berichtet können Laufwerke der Serien Barracuda 7200.11, Barracuda ES.2 DiamondMax 22 und SV35 beim Einschalten spontan ausfallen. Die Daten auf den Laufwerken sind zwar noch vorhanden, ein Zugriff darauf ist aber nicht mehr möglich. Bei den meisten der von Anwendern im Seagate-Supportforum berichteten Fälle taucht das Laufwerk mit "0 MByte" im BIOS auf.

Inhalt:
  1. Seagate zieht Firmwareupdate zurück, warnt vor Installation
  2. Seagate zieht Firmwareupdate zurück, warnt vor Installation

Für einen Teil der betroffenen Laufwerke aus der Serie Barracuda 7200.11 hatte Seagate in der Nacht zum Montag, dem 19. Januar 2009, ein Update bereitgestellt, das Anwender selbst mittels einer Boot-CD installieren können. Dazu fragt das Programm, wie Golem.de überprüfen konnte, die Modellnummer, Seriennummer und die Version der bisher verwendeten Firmware ab.

Diese drei Angaben reichen aber nicht, um ein Seagate-Laufwerk eindeutig zu identifizieren. Wie Seagate Deutschland nun Golem.de erklärte, kommt es auch noch auf die "Part Number" an. Ähnlich wie bei Mainboards bestimmt diese Nummer, welche Revision der Hardware bei einer Festplatte vorhanden ist.

Das bisher veröffentlichte Firmwareupdate weist zwar zur Laufzeit auf die Part-Number hin, überprüft sie aber nicht. Daher kann es Seagate zufolge passieren, dass eine zur Konfiguration des Laufwerkes unpassende Firmware eingespielt wird. Das kann dann beim nächsten Start des Geräts in Einzelfällen dazu führen, dass das Laufwerk nicht funktioniert. Der Effekt lässt sich laut Seagate meist durch Einspielen der ursprünglichen Firmware wieder beheben, setzt aber einen Kontakt zum technischen Support des Unternehmens voraus, um diese Version zu erhalten.

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Das Unternehmen hatte mehrfach darauf hingewiesen, vor einem eventuellen Update die Angaben von Modellnummer, Seriennummer und Firmwareversion an discsupport@seagate.com zu schicken. Die entsprechenden Part Numbers ergeben sich so auch für Seagate, so dass das Laufwerk nicht ausgebaut werden muss - die Nummer ist nämlich nur auf dem Aufkleber der Festplatte vermerkt und lässt sich per Software nicht auslesen. Seagate führt nach eigenen Angaben derzeit die Datenbanken der Seriennummern aus den weltweit verteilten Festplattenfabriken zusammen, um per Seriennummernabfrage die betroffenen Laufwerke zu identifizieren.

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Seagate zieht Firmwareupdate zurück, warnt vor Installation 
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nurbs999 22. Jan 2009

bei mir halts auch geklappt mitm firmware-update...nur für die statistik

Eddie666 22. Jan 2009

Jetzt wo du's sagst... ich bin sogar SO cholerisch... ich nutze caps-lock nicht und...

mephisto2k 22. Jan 2009

Ganz klar: JA! Warum sollte ich das auch nicht tun? Wenn sich Probleme ergeben sollten...

Deamon_ 22. Jan 2009

gesehen wird. Zumindest ist die Reaktion nach einem Fehler jetzt bekannt und... ich finde...



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