Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Telekom will letzte Meile deutlich verteuern

12,90 Euro statt bisher 10,50 Euro pro Monat gefordert. Die letzte Meile soll deutlich teurer werden, fordert die Deutsche Telekom. Ab 1. April 2009 sollen ihre Konkurrenten 12,90 Euro statt bisher 10,50 Euro pro Monat zahlen.
/ Jens Ihlenfeld
196 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Die aktuelle Entgeltgenehmigung für die Überlassung der Teilnehmeranschlussleitung (TAL), der sogenannten letzten Meile, läuft am 31. März 2009 aus. Entsprechend hat die Telekom bei der Bundesnetzagentur beantragt, das monatliche Entgelt für die Überlassung der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) auf 12,90 Euro im Monat zu erhöhen. Die Genehmigung soll fünf Jahre bis 2014 gelten.

"Die Kosten pro Anschluss sind gestiegen, deshalb führt an höheren Entgelten für die Teilnehmeranschlussleitung kein Weg vorbei. Nur so können der Betrieb und die Bereitstellung einer flächendeckenden Infrastruktur finanziert werden" , begründet T-Home-Chef Timotheus Höttges die Preiserhöhung. Ein Treiber für die höheren Kosten seien die anhaltenden Verluste von Festnetzanschlüssen an Mobilfunk- und Kabelnetzbetreiber. Da dieser Abwanderung keine entsprechenden Einsparungen gegenüberstehen, erhöhen sich zwangsläufig die Kosten pro Anschluss, so die Telekom. Zugleich seien weitere Investitionen in das Breitbandnetz nötig, um der steigenden Nachfrage nach Bandbreite gerecht zu werden.

Die Deutsche Telekom macht außerdem die Kosten für den Personalabbau geltend. Unter Verweis auf die Finanzkrise soll die Bundesnetzagentur die Kosten für Zinsen und Abschreibungen in höherem Maße als bisher anerkennen.

Ganz anders sieht das der Verband Breko, der viele Telekom-Konkurrenten vertritt. Er fordert eine Senkung der TAL-Entgelte und argumentiert, die Endkundenpreise für Breitbandanschlüsse seien in den letzten zwei Jahren um 30 Prozent gesunken, die TAL-Miete nur um 1,3 Prozent.


Relevante Themen