AMDs 760G als Billigchipsatz mit DirectX-10, aber ohne HD

Abgespeckte Version der Serie 700 für Mainboards mit AM2+

Ohne große Ankündigung hat AMD ein neues Modell seiner Chipsätze der Serie 700 auf den Markt gebracht. Mainboards mit dem 760G sind besonders günstig, verfügen aber nicht über HD-Beschleunigung.

Artikel veröffentlicht am ,

Mit dem neuen Chipsatz zielt AMD auf den wachsenden Markt der günstigen Büro-PCs. Dort sind inzwischen durch zunehmende Nutzung von Grafikfunktionen für andere Zwecke als 3D-Spiele potente Grafikkerne gefragt. Die Wiedergabe von HD-Videos etwa von Blu-ray-Discs ist dabei weniger wichtig. Die aktuellen Adobe-Produkte setzen aber inklusive des PDF-Readers auf Beschleunigungsfunktionen durch die Grafiklogik des Rechners.

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760G im Vergleich mit 780V
760G im Vergleich mit 780V
Um Mainboards um 60 Euro zu ermöglichen, hat AMD folglich für den 760G den in anderen Chipsätzen der 700er-Serie verbauten "Universal Video Decoder 2" (UVD2) gestrichen. Der Grafikkern, der jetzt statt "Radeon 3200" nur noch "Radeon 3000" heißt, kann Blu-ray-Codecs nicht mehr vollständig selbst dekodieren, für DVDs mit MPEG-2 beherrscht er das immerhin noch. Dem Rotstift zum Opfer fielen auch die Ausgänge für HDMI und DisplayPort, DVI ist weiterhin vorhanden.

AMDs eigene Benchmarks
AMDs eigene Benchmarks
Der Grafikkern selbst ist gegenüber dem 780G von 500 auf 350 MHz gebremst worden, ob auch einige Shader-Einheiten eingespart wurden, verrät AMD noch nicht. Die integrierte Grafik ist damit gleich schnell getaktet wie beim schon verfügbaren AMD 780V. Mit der abgespeckten Grafik will AMD rund 1.100 Punkte im 3DMark06 erreichen, was laut Messungen des Herstellers immer noch geringfügig mehr ist als Intels G45 erreicht.

Wer mehr Grafikleistung braucht, kann über einen PCIe-x16-Slot eine Grafikkarte nachrüsten. Über "HybridCrossFire" lässt sich die interne Grafik mit der Karte koppeln, was aber schon bei 3D-Stecklingen der 100-Euro-Klasse kaum noch Geschwindigkeitsvorteile bringt. Der Radeon 3000 lässt sich in Verbindung mit einer Grafikkarte aber auch verwenden, um bis zu vier Monitore parallel zu betreiben.

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Mainboards von sieben Herstellern
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Weniger als bei der Grafik wurde bei der Schnittstellenausstattung gestrichen. Die neue Southbridge SB710 bringt sechs SATA-Ports und zwölf Ports für USB 2.0 mit. So viele Anschlüsse sind jedoch auf den angepeilten Billigmainboards kaum zu finden.

Bisher gibt es, unter anderem von Asus, Biostar, Gigabyte und MSI, nur Ankündigungen für 760G-Boards im Micro-ATX-Format und mit dem Sockel AM2+. Mit dem passenden BIOS sollte darin auch ein Phenom II funktionieren, so dass AMD nun eine recht günstige Plattform mit integrierter Grafik und hoher CPU-Leistung im Angebot hat. Noch im ersten Quartal 2009 sind AM3-Prozessoren und passende Mainboards für DDR3-Speicher zu erwarten, was zwar ein Marketingargument dank der moderneren Technik ist, die Plattform aber wieder verteuert.

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Hans Meiser Müller 20. Jan 2009

So ein Quatsch, also ob irgendjemand diese HD-Funktionen in der Grafikkarte bräuchte. Das...

amdpc1302 20. Jan 2009

Hmm die Semprons (sind)waren aber auch Billig CPU die beschnitten sind... Aber selbst...

Bouncy 20. Jan 2009

warum sind vor allem solche low-cost-boards auf so große formate ausgelegt? so ein...



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