AMDs 760G als Billigchipsatz mit DirectX-10, aber ohne HD

Mit dem neuen Chipsatz zielt AMD auf den wachsenden Markt der günstigen Büro-PCs. Dort sind inzwischen durch zunehmende Nutzung von Grafikfunktionen für andere Zwecke als 3D-Spiele potente Grafikkerne gefragt. Die Wiedergabe von HD-Videos etwa von Blu-ray-Discs ist dabei weniger wichtig. Die aktuellen Adobe-Produkte setzen aber inklusive des PDF-Readers auf Beschleunigungsfunktionen durch die Grafiklogik des Rechners.
Wer mehr Grafikleistung braucht, kann über einen PCIe-x16-Slot eine Grafikkarte nachrüsten. Über "HybridCrossFire" lässt sich die interne Grafik mit der Karte koppeln, was aber schon bei 3D-Stecklingen der 100-Euro-Klasse kaum noch Geschwindigkeitsvorteile bringt. Der Radeon 3000 lässt sich in Verbindung mit einer Grafikkarte aber auch verwenden, um bis zu vier Monitore parallel zu betreiben.
Bisher gibt es, unter anderem von Asus, Biostar, Gigabyte und MSI, nur Ankündigungen für 760G-Boards im Micro-ATX-Format und mit dem Sockel AM2+. Mit dem passenden BIOS sollte darin auch ein Phenom II funktionieren, so dass AMD nun eine recht günstige Plattform mit integrierter Grafik und hoher CPU-Leistung im Angebot hat. Noch im ersten Quartal 2009 sind AM3-Prozessoren und passende Mainboards für DDR3-Speicher zu erwarten, was zwar ein Marketingargument dank der moderneren Technik ist, die Plattform aber wieder verteuert.