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IBM droht ein Kartellverfahren der EU

T3 Technologies legt Beschwerde bei der Europäischen Kommission ein. Der US-Mainframe-Hersteller T3 Technologies hat eine formale Beschwerde gegen IBM bei der EU eingelegt. T3 wirft IBM vor, durch Bündelgeschäfte gegen europäisches Wettbewerbsrecht zu verstoßen. IBM droht damit ein Kartellverfahren in Europa.
/ Jens Ihlenfeld
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Bereits im August 2008 hat T3 angekündigt, eine Wettbewerbsbeschwerde bei der EU gegen IBM vorzubereiten und dies nun umgesetzt. In den USA hat das Unternehmen, an dem unter anderem Microsoft beteiligt ist, bereits wegen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht eine Klage gegen IBM eingereicht.

T3 wirft IBM vor, seine Monopolstellung im Markt für Mainframes wiederholt ausgenutzt und sich dabei wiederholt wettbewerbsfeindlich verhalten zu haben. Unter anderem habe IBM Nutzer davon abgehalten, konkurrierende Hardwareprodukte zu kaufen, indem der Verkauf des Betriebssystems an den Kauf von Mainframehardware geknüpft wurde. Zudem habe IBM sich geweigert, bestimmte Patente an Wettbewerber zu lizenzieren.

So habe IBM dafür gesorgt, dass 99 Prozent der heute im Einsatz befindlichen Mainframes von IBM kommen, sagt T3-Chef Steven Friedman. Dabei würden IBMs Preise über dem Marktniveau liegen.

Zusammen mit der Einreichung der Beschwerde hat T3 die Website OpenMainframe.org(öffnet im neuen Fenster) eröffnet, um dort aus eigener Sicht über den Mainframemarkt zu informieren.


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