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Asus baut um: Mehr Notebooks, weniger Komponenten

Entlassungen inklusive. Asiatischen Berichten zufolge plant Asus einen Umbau des gesamten Konzerns. Der durch PC-Komponenten wie Mainboards und Grafikkarten bekanntgewordene Hersteller will künftig einen Schwerpunkt auf Mobilrechner legen.
/ Nico Ernst
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Die Restrukturierung soll im Jahr 2009 erfolgen, berichtet der taiwanische Branchendienst DigiTimes(öffnet im neuen Fenster) . Begonnen wird im Februar, nach dem chinesischen Neujahrsfest, das in diesem Jahr am 26. Januar 2009 beginnt. DigiTimes beruft sich dabei auf Aussagen des Asus-Präsidenten Jerry Shen.

Wie beinahe alle IT-Unternehmen ist auch Asus von der sich verschärfenden Wirtschaftskrise betroffen. Laut früheren Berichten sitzen die taiwanischen Hardwarehersteller zudem auf großen Lagerbeständen von Chips und anderen Bauteilen fest. Das will Asus bis zum Ende des ersten Quartals 2009 behoben haben.

Im Zuge des Umbaus sollen dann die Abteilungen für Mainboards und Grafikkarten voneinander getrennt werden, jedem der beiden Bereiche wird ein Manager als Verantwortlicher vorangestellt. Die gleiche Strategie soll auch bei der gesamten Notebookpalette greifen. DigiTimes zufolge soll sich eine Abteilung um Businessgeräte und Lowcost-Modelle kümmern, eine andere um Mobilrechner für Endandwender.

In dieser Abteilung werden künftig auch die Produkte der Marke "Eee" geführt, unter seinen Lowcost-Notebooks versteht Asus vor allem Ableger der professionellen Modelle. Diese werden oft mit dem identischen Chassis, aber anderer Ausstattung in Sonderserien für bestimmte Kunden angeboten. In Deutschland ist das häufig bei Asus-Angeboten der Ketten Karstadt oder Media Markt zu beobachten.

Bei den boomenden Netbooks , deren Serie "Eee PC" bei Asus inzwischen über ein Dutzend Modelle mit verschiedenen Ausstattungen erreicht hat, wird ebenfalls umstrukturiert. In Zukunft soll es nur noch vier Hauptserien geben. Schon jetzt bietet Asus Notebooks an, die mit Intels Atom-Prozessor arbeiten, aber nicht mehr als Eee-PCs vermarktet werden.

DigiTimes zufolge gehen mit dem Umbau des Unternehmens auch "Reduzierungen der Belegschaft" einher. Die Entlassungen sollen vor allem die Bereiche für Mainboards und Grafikkarten treffen. Die Absatzziele bleiben jedoch unverändert: 7,2 Millionen Eee-PCs, 6,5 Millionen Notebooks, 22 Millionen Mainboards und 6 Millionen Grafikkarten will Asus im Jahr 2009 laut dem Bericht weltweit verkaufen.


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