Deutsches Bündnis gegen Google-Dienst für gescannte Bücher

Börsenverein mit Schriftstellern und VG Wort gegen "Google Books"

Deutsche Verleger machen mit Autoren gegen Googles Dienst für gescannte Bücher in den USA mobil. Der Vorwurf: Google habe sieben Millionen Bücher ohne Genehmigung der Rechteinhaber vervielfältigt, so Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

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Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) und der Verband deutscher Schriftsteller (VS) wollen eine vermeintlich ungenehmigte Digitalisierung ihrer Bücher durch den Suchmaschinenbetreiber Google in den USA beenden. Ende November 2008 hatte Google sich gegen Zahlung von 125 Millionen US-Dollar mit den Verbänden Authors Guild und der Association of American Publishers (AAP) auf die Nutzung der kompletten Buchbestände der größten US-amerikanischen Bibliotheken geeinigt, die der Internetkonzern gescannt hatte. Google kann so Millionen Titel über die Plattform "Google Books" zugänglich machen. Die Vereinbarung hatte einen mehrjährigen Streit zwischen Google und den US-Rechteinhabern beendet.

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Die deutschen Verlage und Autoren stören sich daran, dass Googles Vereinbarung mit US-Autoren und Verlagen auch für ausländische und somit deutsche Autoren und Verlage gelten soll. Unter den circa 7 Millionen Büchern, die von dem Vergleich erfasst werden, sind auch zehntausende deutschsprachige Buchtitel, so der Börsenverein.

Der Onlinezugang zu geschützten Werken, die nicht mehr gedruckt werden, erfolgt bei Google Books gegen Bezahlung und ist in Bibliotheken kostenlos. Dabei könne ein Rechteinhaber diese nur schützen, wenn die Werke in ein Buchrechte-Register eingetragen werden, so die deutschen Verleger. Sie stören an dem von Google praktizierten Opt-Out-Verfahren. Titel, die weiterhin aufgelegt werden, kommen nur bei Zustimmung der Verleger und Autoren in das Angebot der Google-Buchsuche.

"Ein effizienter Schutz der Interessen von Urhebern und Verlagen ist in dieser Situation am besten durch ein gemeinsames Vorgehen aller Beteiligten zu erreichen", sagte VG-Wort-Geschäftsführer Robert Staats.

Die VG Wort hat sich ein Rechtsgutachten durch eine spezialisierte internationale Anwaltskanzlei erstellen lassen. Bis Februar 2009 soll ein Lösungsvorschlag erarbeitet und den Autoren und Verlagen unterbreitet werden.

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redwolf 27. Jan 2009

Die Behauptung das geistiges Eigentum einem einzelnen Gehört ist eklatant. Ach ja: Mein...

redwolf 27. Jan 2009

In 12 Jahren wirst auch du deine Romane auf einem portablen eBook-Reader lesen. Wetten?

redwolf 27. Jan 2009

Eins ist klar: Die digitalisierung der Buchwelt wird nicht aufzuhalten sein. Sobald...

oerlibird 20. Jan 2009

ist gezwungen sie zu wiederholen. Wie es schon bei der Musik war so wird es jetzt auch...

Thorsten Stüker 20. Jan 2009

Nicht ganz, denn die deutschen Verleger sind arm dran. Zudem die amerikanischen Freunde...



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