Gerücht: Apple-Chef Steve Jobs prüft Lebertransplantation
Steve Jobs, der 2004 wegen eines sogenannten neuroendokrinen Inselzellentumors behandelt wurde, erwägt wegen Komplikationen eine Lebertransplantation. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Kreise, die sich mit dem Gesundheitszustand des Konzernchef beschäftigen.
Jobs war im Laufe des Jahres 2008 abgemagert. Nachdem Apple Mitte Dezember 2008 bekanntgab, dass die Eröffnungsansprache für die kommende MacWorld Expo nicht mehr von ihm gehalten werde, kamen Spekulationen über Komplikationen oder ein Wiederauftreten seines Krebsleidens auf. Nach der Entfernung des Inselzellentumors wird oft auch die Bauchspeicheldrüse entfernt.
Einen Tag vor dem Beginn der MacWorld ließ Jobs erklären, dass eine Hormonstörung bei ihm diagnostiziert worden sei, so dass dem Körper wichtige Proteine entzogen wurden.
In einer E-Mail an die Apple-Mitarbeiter musste er dann schon eine Woche später ankündigen , bis zum Juni 2009 auszusetzen. Seine gesundheitlichen Probleme seien komplexer als zunächst angenommen. "Warum könnt ihr mich nicht in Ruhe lassen? Warum soll das so wichtig sein?" , reagierte er am 16. Januar in einem Interview auf weitere Nachfragen zu seinem Gesundheitszustand.
Neuroendokrine Inselzellentumore in der Bauchspeicheldrüse können sich in die Leber ausbreiten, so Steven Brower, Chef der Chirurgieabteilung in der Mercer University School of Medicine in Savannah, Georgia. "Es ist eine der Tumorerkrankungen, bei der Transplantationen gemacht werden" , sagte Brower. "Das Ergebnis kann sehr gut sein" , sagte der Arzt, der Jobs allerdings nicht behandelt. Zusammen mit Immunsuppressiva, Medikamenten, die die Funktion des Immunsystems vermindern, um Abstoßungsreaktionen nach der Organtransplantation zu kontrollieren, habe der Patient eine gute Lebenserwartung.



