Abo
  • IT-Karriere:

Europaweiter Biometriedatenbank droht das Scheitern

Schengen-Informationssystem II hat technische Probleme

Dem Schengen-Informationssystem II (SIS II) zum grenzübergreifenden Austausch biometrischer Daten zwischen Polizei und Geheimdiensten droht das Aus. Die Technik spielt nicht mit. Bei vielen Tests des ambitionierten EU-Datenbankenprojekts gab es Pannen.

Artikel veröffentlicht am ,

Das Schengen-Informationssystem SIS II steht wegen technischer Probleme vor dem Aus. Die tschechische EU-Präsidentschaft hat zum Treffen der EU-Innenminister in Prag eine Frist bis Ende Juni 2009 gesetzt. Wenn bis dahin nicht absehbar ist, dass SIS II läuft, soll die neue Fahndungsdatenbank möglicherweise begraben werden.

Stellenmarkt
  1. Eurowings Aviation GmbH, Köln
  2. hubergroup Deutschland GmbH, Kirchheim bei München

Ursprünglich sollte die Datenbank allen 25 Schengen-Staaten schon ab 2007 erlauben, biometrische Daten zwischen Europol, Zollbehörden, Polizei und Geheimdiensten auszutauschen. Bislang hat die Europäische Union 28 Millionen Euro dafür investiert, weitere 40 Millionen Euro sind vorgemerkt. Nun wird geprüft, ob die bestehende SIS-Datenbank auf biometrische Daten erweiterbar ist. Entwickelt wird an SIS II seit 2002.

Jan Korte, Innenexperte der Linken und Mitglied im Innenausschuss des Deutschen Bundestages, hat Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und seine europäischen Amtskollegen aufgefordert, nach der Bekanntgabe endlich von derartigen Überwachungsprojekten Abstand zu nehmen. "Seit mehr als fünf Jahren reden sich die EU-Innenminister im Zusammenhang mit der Erweiterung des Schengenraums die Köpfe heiß", so Korte. Politisches Ziel war es, die zehn neuen Mitgliedsstaaten nach ihrem Beitritt auch an das Schengener Informationssystem anzuschließen und diese bislang polizeiliche Datenbank durch die Aufnahme biometrischer Merkmale aufzurüsten.

Doch die Einführung von SIS II werde wohl auch 2009 noch nicht vollzogen werden können, so Korte, da die Technik nicht mitspiele. Dessen ungeachtet werde derzeit im zuständigen Rat der EU-Innen- und Justizminister über weitere europaweite polizeiliche Datenbankprojekte verhandelt und an der Schaffung von SIS II festgehalten, beklagte er.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 99€
  2. 99,90€ + Versand (Vergleichspreis 127,32€ + Versand)
  3. (u. a. AMD Upgrade-Bundle mit Sapphire Radeon RX 590 Nitro+ SE + AMD Ryzen 7 2700X + ASUS TUF B450...
  4. (u. a. Sandisk SSD Plus 1 TB für 88€, WD Elements 1,5-TB-HDD für 55€ und Seagate Expansion...

oldman44 19. Jan 2009

Wenn die EU Bürger schon nicht von der Politik und dem Gesetz geschützt werden, erweist...

U. K. 19. Jan 2009

Irgendwann wird man technisch soweit sein. Bis dahin gilt es möglichst viele Menschen...

blork42 19. Jan 2009

"Bislang hat die Europäische Union 28 Millionen Euro dafür investiert" Scheiß Ärsche das...

Der Kaiser! 18. Jan 2009

Und die technischen Einrichtungen bleiben installiert.. Ein fader Nachgeschmack bleibt..

Ein Mensch 17. Jan 2009

Deswegen gibt es ja die Tendenz die Datenbanken zu zentralisieren, z.B. als...


Folgen Sie uns
       


Apple iPad 7 - Fazit

Apples neues iPad 7 richtet sich an Nutzer im Einsteigerbereich. Im Test von Golem.de schneidet das Tablet aufgrund seines Preis-Leistungs-Verhältnisses sehr gut ab.

Apple iPad 7 - Fazit Video aufrufen
IT-Freelancer: Paradiesische Zustände
IT-Freelancer
Paradiesische Zustände

IT-Freiberufler arbeiten zeitlich nicht mehr als ihre fest angestellten Kollegen, verdienen aber doppelt so viel wie sie. Das unternehmerische Risiko ist in der heutigen Zeit für gute IT-Freelancer gering, die Gefahr der Scheinselbstständigkeit aber hoch.
Von Peter Ilg

  1. IT-Jobs Der Amtsschimmel wiehert jetzt agil
  2. MINT Werden Frauen überfördert?
  3. Recruiting Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird

Mädchen und IT: Fehler im System
Mädchen und IT
Fehler im System

Bis zu einem gewissen Alter sind Jungen und Mädchen gleichermaßen an Technik interessiert. Wenn es dann aber um die Berufswahl geht, entscheiden sich immer noch viel mehr junge Männer als Frauen für die IT. Ein wichtiger Grund dafür ist in der Schule zu suchen.
Von Valerie Lux

  1. IT an Schulen Intelligenter Stift zeichnet Handschrift von Schülern auf
  2. 5G Milliardenlücke beim Digitalpakt Schule droht
  3. Medienkompetenz Was, Ihr Kind kann nicht programmieren?

Atari Portfolio im Retrotest: Endlich können wir unterwegs arbeiten!
Atari Portfolio im Retrotest
Endlich können wir unterwegs arbeiten!

Ende der 1980er Jahre waren tragbare PCs nicht gerade handlich, der Portfolio von Atari war eine willkommene Ausnahme: Der erste Palmtop-Computer der Welt war klein, leicht und weitestgehend DOS-kompatibel - ideal für Geschäftsreisende aus dem Jahr 1989 und Nerds aus dem Jahr 2019.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Retrokonsole Hauptverantwortlicher des Atari VCS schmeißt hin

    •  /