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Interview: Elektromotoren sind geil

100 Jahre Wissen über Autos und moderne Akkutechnik

Golem.de: Woher kam die Idee, ein solches Auto zu entwickeln?

Tumminelli: Spirt Avert beschäftigt sich seit fast 20 Jahren mit dem Thema Elektromobilität. Es hat schon in der 90er Jahren in der Schweiz ein kleines Elektrofahrzeug mit dem Namen Twike auf den Markt gebracht. Damals war die Akkutechnik aber noch nicht weit genug. Dann kamen alltagstaugliche Lithium-Ionen-Akkus, aber es fehlte ein Fahrzeugkonzept. Deshalb hat Spirt Avert im Juli 2007 das Projekt Mindset ins Leben gerufen.

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Mindset
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Golem.de: War die Entwicklung schwierig?

Tumminelli: Elektroautos zu bauen ist eigentlich relativ einfach, es gibt sie ja schon seit 110 Jahren. 1899 hat Ferdinand Porsche bereits ein Hybridfahrzeug gebaut. Wegen der verbesserten Akkus sind wir erst heute in der Lage, Elektrofahrzeuge zu bauen, deren Leistung mit der eines guten normalen Autos vergleichbar ist.

Um das Potenzial des Elektromotors voll ausschöpfen zu können, müssen bei der Konstruktion drei Bedingungen erfüllt werden: Das Auto muss sehr leicht sein, eine aerodynamische Karosserie aufweisen und einen möglichst geringen Rollwiderstand haben. Wir haben das Beste aus 100 Jahren Wissen über das Auto genommen und das mit der modernsten Akkutechnik und einem aktuellen Elektromotor kombiniert.

Golem.de: Sie haben also das Auto nicht neu erfunden.

Tumminelli: Nein, wir haben uns aus vorhandenen Technologien die für ein Elektroauto geeigneten herausgesucht und sie von den gleichen Zulieferern bezogen wie andere Autohersteller auch. Mit einem Aluminiumspaceframe und einer Verbundwerkstoffkarosserie hätten wir auch einen Sportwagen mit einem 800 PS starken 6-Liter-Motor mit zwölf Zylindern, der 350 km/h fährt, bauen können. Wir haben mit dieser Technik aber ein effizientes, hochwertiges Elektroauto konstruiert. Gebaut hat das Auto der französische Hersteller Heuliez.

Das Auto an der Steckdose

Mindset
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Golem.de: Ist ein Auto, das ich aufladen muss, überhaupt alltagstauglich?

Tumminelli: Die meisten Fahrten sind um die 10 Kilometer lang. Die meisten Menschen fahren weniger als 50 Kilometer am Tag. Aber sie wollen im Urlaub nach Italien fahren oder einen längeren Ausflug am Wochenende machen. Hier ergeben sich vielleicht auch neue Verhaltensformen der Mobilität. Die Forschung geht von einem Trend zu integrierten Mobilitätssystemen aus. Es ist günstiger, von Berlin nach München zu fliegen und vor Ort ein Auto zu mieten, als die Strecke mit dem Auto zu fahren.

Das Auto muss künftig also nicht mehr alles können. Es muss mir die Mobilität im Regionalverkehr gewährleisten. Für alles andere werde ich andere Verkehrsformen in Anspruch nehmen, fliegen oder mieten. Dieser Paradigmenwechsel vollzieht sich langsam.

Golem.de: Reicht es, den Mindset an eine herkömmliche Steckdose anzuschließen?

Tumminelli: Man kann ihn an jeder Steckdose aufladen. Die Ladezeit hängt von der Steckdose ab. Natürlich geht es schneller, wenn man ihn an eine 380-Volt-Leitung hängt.

Derzeit gibt es aber einige Projekte, um eine Infrastruktur aufzubauen. Parkhäuser oder öffentliche Einrichtungen sollen mit Elektrozapfsäulen ausgestattet werden. Die Stromindustrie, die Elektromobilität als ein interessantes Geschäftsfeld entdeckt hat, entwickelt gerade die Technologie dafür.

 Interview: Elektromotoren sind geilInterview: Elektromotoren sind geil 

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RainerH 18. Apr 2009

Hallo zusammen, sammelt hier jemand schöne, alte Elektromotore? Tolle Raritäten und...

jungeuskoelle 30. Jan 2009

Ihr seid zu faul.

andrejo 29. Jan 2009

Ah, da sind wieder etliche Schlaumeier unterwegs,die das Geschwafel vom sauberen...

Anonymer Nutzer 19. Jan 2009

Sein Auto ist viel besser als die Prototypen von Mini oder Smart. Allerdings gibt es das...

1234567 19. Jan 2009

Hallo, also ein Benzinauto hat ca einen Wirkungsgrad von 30%! Nimmt man ein Elektroauto...


Trends der Zukunft / 17. Jan 2009



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