Microsoft prüft größeren Arbeitsplatzabbau
Auch Microsoft spürt die Weltwirtschaftskrise. Nach drei Jahrzehnten weitgehender Arbeitsplatzsicherheit prüft die Konzernführung offenbar einen umfangreichen Arbeitsplatzabbau in verschiedensten Bereichen, berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf mit dem Plan vertraute Menschen. Bislang ist aber noch keine Entscheidung gefallen. Möglich ist auch, dass andere Wege zur Kosteneinsparung beschritten werden. Gerüchte über einen Abbau von 15.000 Stellen im Unternehmen seien jedoch weit überzogen, so die Zeitung.
Anders als in vielen anderen großen Softwarekonzernen kennt die Microsoft-Belegschaft praktisch keine größeren Entlassungswellen. Nur in einzelnen Bereichen oder nach größeren Übernahmen kam es bislang zu Stellenstreichungen beim weltgrößten Softwarehersteller. In der Zeit von Juni 1999 bis Juni 2008 ist die Belegschaft von 31.000 auf 91.000 gewachsen.
Die ökonomische Lage zwinge Microsoft ernsthaft zum Nachdenken über Kostensenkungen, hatte Konzernchef Steve Ballmer in der vergangenen Woche erklärt. Ob es zu Entlassungen kommt, wollte er jedoch nicht sagen. "Wir sind dabei, unser richtiges Gleichgewicht zu finden" , sagte er. "Wenn wir es gefunden haben, können Sie sicher sein, dass wir eine öffentliche Ankündigung machen." Massenentlassungen entsprächen aber nicht "der Unternehmenskultur" .
Am 22. Januar 2009 wird Microsoft den Geschäftsbericht für das letzte Quartal vorlegen.