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Millionenklagen gegen BenQ-Manager?

Insolvenzverwalter hat angeblich Klage eingereicht. Insolvenzverwalter Martin Prager will ehemalige Topmanager von BenQ Mobile und seiner taiwanischen Mutter zur Kasse bitten. Sie sollen mit dem eigenen Vermögen für die Pleite des deutschen Handybauers haften, berichtet die Süddeutsche Zeitung.
/ Jens Ihlenfeld
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Insolvenzverwalter Prager hat laut Süddeutscher Zeitung(öffnet im neuen Fenster) den ehemaligen BenQ-Mobile-Geschäftsführer David Wang, den damaligen BenQ-Finanzchef Alex Liou und den früheren Vizechef des Gesamtkonzerns, Jerry Wang, verklagt und fordert von jedem der drei 28 Millionen Euro Schadenersatz. Auch weitere ehemalige BenQ-Mobile-Manager könnten noch verklagt werden, schreibt das Blatt unter Berufung auf Justizkreise.

Nach der Prüfung der Bilanzen von BenQ Mobile sei Prager zu dem Schluss gekommen, dass dem Handyhersteller das Geld schon fast sechs Monate vor der offiziellen Pleite Ende September 2006 ausging, das Unternehmen also bereits zum 1. Mai 2006 zahlungsunfähig war. Dennoch sei laut Klage zu Unrecht weiter Geld aus dem Unternehmen abgeflossen, heißt es in dem Bericht. Offiziell bestätigen wollte Insolvenzverwalter Prager die Klagen allerdings nicht.

Auch die Staatsanwaltschaft soll den Fall verfolgen. Der BenQ-Nachfolger Qisda weist die Vorwürfe zurück.


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