Indium im Erzgebirge gefunden
Die Lagerstätten im Erzgebirge sollen rund 1.000 Tonnen Indium enthalten, haben Geologen berechnet. Das wäre die größte Lagerstätte weltweit. Reinhard Schmidt, Präsident des Sächsischen Oberbergamtes, sagte der Sächsischen Zeitung(öffnet im neuen Fenster) , die Gewinnung könnte möglicherweise an der Grenze der Wirtschaftlichkeit sein. Damit würde die jahrhundertealte Tradition des Erzbergbaus im Erzgebirge wieder aufleben.
Das Metall Indium(öffnet im neuen Fenster) kostete in Boomzeiten bis zu 640 Euro pro Kilogramm. Jetzt hat sich der Preis ungefähr halbiert. Die Claims im Erzgebirge sind deshalb bereits abgesteckt. Nach Informationen(öffnet im neuen Fenster) der Sächsischen Zeitung haben schon zwölf Bergbaufirmen Erkundungslizenzen inne. Der Erkundungsvorgang dauert drei bis fünf Jahre. Schmidt rechnet mit drei bis sechs Bergwerken. Es könnten aber bis zu zehn Jahre vergehen, bis der Abbau wirklich startet.
Indium wird zum Beispiel für Flachbildschirme und Touchscreens eingesetzt. China beherrscht derzeit zu 60 Prozent den Weltmarkt der Indiumproduktion. Die Jahresproduktion weltweit liegt bei rund 600 Tonnen.



