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Mainboardhersteller sitzen wegen Billig-PCs auf Chipsätzen

Taiwanische Firmen wollen Intel angeblich bitten, neue Produkte zu verschieben. Laut Berichten aus Taiwan haben die beiden Marktführer bei Mainboards Asus und Gigabyte große Lagerbestände von Intel-Chipsätzen. Der in Folge der Wirtschaftskrise einbrechende PC-Markt und die Konkurrenz von Billigcomputern sollen schuld daran sein.
/ Nico Ernst
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Unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen bei den beiden Unternehmen berichtet DigiTimes(öffnet im neuen Fenster) von angeblichen Überbeständen bei Asus und Gigabyte. Vor allem die Chipsätze von Intels 4er-Serie , die gegenüber der 3er-Serie kaum Neuerungen brachten, sollen die Lagerhaltung der Firmen belasten. Die generell rückläufige Nachfrage nach PCs und die immer populäreren Billigrechner wie Netbooks seien dafür verantwortlich.

So soll Gigabyte auf einem Bestand im Wert von umgerechnet bis zu 111 Millionen Euro sitzen, bei Asus sollen es Chipsätze für bis zu 134 Millionen Euro sein. Asus hat dem Bericht zufolge für bevorzugte Belieferung vor allem P45-Chipsätze zusammen mit Atom-Prozessoren bei Intel gekauft. Auch wenn diese Kombination für Desktop-PCs wenig Sinn ergibt, könnte sich Asus so die Versorgung mit Atom-CPUs für seine Eee-PCs gesichert haben. Im boomenden Markt der Netbooks ist Asus Marktführer.

Laut DigiTimes hoffen die Mainboardhersteller nun, Intel könnte die für das zweite Quartal 2009 geplante Markteinführung der Prozessoren " Lynnfield " und " Havendale " verschieben, bis die Bestände abverkauft sind. Diese beiden CPus sind die ersten Prozessoren mit Nehalem-Architektur für den Massenmarkt und benötigen neue Chipsätze der noch nicht ankündigten 5er-Serie. Bisher gibt es hier nur den X58-Chipsatz für die Serie Core i7 , entsprechende Mainboards sind mit Preisen über 200 Euro aber unverhältnismäßig teuer.

Ob Intel, dessen Nachfrage ebenfalls stark zurückging , mit Rücksicht auf die Mainboardmacher die Einführung eigener neuer Produkte verschiebt, ist mehr als fraglich.


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