Der Bildungsstand entscheidet über die Onlineaffinität
Der Studie der Forschungsgruppe Wahlen zufolge sind deutlich mehr Männer als Frauen online. Im letzten Quartal waren 73 Prozent der Männer und 58 Prozent der Frauen online. Die Frauen holen mit einer jährlichen Wachstumsrate von vier Prozent aber auf.
Onlineapotheken können sich eines regen Zuspruchs erfreuen. Im vierten Quartal nutzten zehn Prozent der Erwachsenen beziehungsweise 15 Prozent aus der Gruppe der Internetnutzer diese Möglichkeit, um rezeptfreie Medikamente zu kaufen. 2007 waren es 14 Prozent und 2006 elf Prozent.
Insgesamt nutzten 63 Prozent Onlineshopping und 51 Prozent wickelten ihre Bankgeschäfte online ab. Gleich drei von vier Internetnutzern vergleichen online Preise, aber nur acht Prozent nutzen das Internet für den Aktien- und Fondshandel.
Informationsangebote erfreuen sich unterschiedlicher Beliebtheit. So informierten sich zwar 41 Prozent über Nachrichten aus der Politik und 37 Prozent rufen Wirtschafts- und Börsennachrichten ab, doch nur 36 Prozent nutzten Informationen über Versicherungen.
Das Nutzungsverhalten zeigt ein differenziertes Bild. 45 Prozent sind zwischen drei und zehn Stunden in der Woche im Internet, 29 Prozent nutzten es lediglich bis zu zwei Stunden und 25 Prozent über zehn Stunden in der Woche. Männer nutzten das Internet dabei intensiver als Frauen.
Die Altersgruppe bis 39 Jahren ist mit über 90 Prozent praktisch vollzählig online. Bei der Gruppe bis 49 Jahre sind es 82 Prozent. In der Gruppe zwischen 50 und 59 Jahren sind es immerhin noch 70 Prozent. Größeres Wachstumspotenzial besteht nur noch bei den über 60-Jährigen. Hier sind derzeit nur 29 Prozent online.
Gleichzeitig ist das Internet primär ein Medium für formal höher Gebildete. 91 Prozent der Deutschen mit Hochschulreife und 78 Prozent mit Mittlerer Reife sind "drin". Bei jenen mit Hauptschulabschluss und Lehre waren es kaum die Hälfte. Die Gruppe der Menschen mit Hauptschulabschluss ohne Lehre sind lediglich zu 29 Prozent im Internet unterwegs.
Bei den repräsentativen telefonischen Befragungen der Forschungsgruppe Wahlen wurden 3.895 Deutsche ab 18 Jahren befragt.



