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Milliardenskandal um indische Softwarefirma weitet sich aus

Satyam-Chef: Bilanzen seit sieben Jahren manipuliert. Der Chef der indischen Satyam Computer Services soll eingestanden haben, die Bilanzen des Unternehmens seit sieben Jahren manipuliert zu haben. Die Firmenspitze wurde verhaftet, die indische Regierung setzte eine neue Führung ein. Es geht um Manipulationen in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar.
/ Achim Sawall
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Der Finanzskandal um die indische Softwarefirma Satyam Computer Services weitet sich aus. Seit 11. Januar 2009 sind Aufsichtsratschef und Gründer B. Ramalinga Raju, sein Bruder und Vorstandschef B. Rama Raju sowie Finanzchef Srinivas Vadlamani inhaftiert. Gegen die drei wird wegen Verdachts auf Betrug und Urkundenfälschung ermittelt. In einem in der letzten Woche an der Börse in Mumbai (Bombay) vorgelegten Schreiben an den Aufsichtsrat hatte Raju Bilanzmanipulationen eingeräumt, nach bisherigen Erkenntnissen hat der Schwindel ein Volumen von 1 Milliarde US-Dollar.

In einem ersten Geständnis soll Ramalinga Raju zugegeben haben(öffnet im neuen Fenster) , die Bücher der Firma bereits seit sieben Jahren geschönt zu haben, um höhere Umsätze ausweisen zu können.

Die neue, durch Börsenaufsicht und Regierung eingesetzte Satyam-Führung trat heute erstmals zusammen. Die Regierung hat ein Rettungspaket für das Unternehmen mit seinen 53.000 Beschäftigten zugesagt, um einen Konkurs abzuwenden.

Satyam hatte sich als eine der ersten indischen Firmen für ein Listing an der New Yorker Börse Nasdaq qualifiziert. Satyam ist Indiens viertgrößter IT-Dienstleister, neben Tata Consultancy Services (TCS), Infosys und Wipro. Der Satyam-Skandal ist bereits jetzt der größte in der noch jungen Geschichte der indischen IT-Branche.


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