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Panasonic verbindet Blu-ray-Player mit Amazon, 3D und VHS

DMP-BD60 und DMP-BD80 lösen DMP-BD35 und DMP-BD55 ab. Panasonic hat auf der CES die stromsparenden Nachfolger seiner Blu-ray-Player DMP-BD35 und DMP-BD55 vorgestellt. Die neuen Geräte können über das Internet auf das Video-on-Demand-Angebot von Amazon zugreifen. Außerdem zeigte der Hersteller den ersten 3D-Blu-ray-Player und verbindet Blu-ray-Disc und VHS in einem Gerät.
/ Christian Klaß
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Panasonics neue Blu-ray-Player für 2009 nennen sich DMP-BD60, DMP-BD80 und DMP-BD70V. Die ersten beiden sind die Nachfolger der Modelle BD35 und DMP-BD55 . Der BD70V hingegen ist das erste kombinierte Abspielgerät für CD, DVD, Blu-ray-Disc und VHS-Videokassetten.

Auch in diesen drei Geräten kommt der Videoprozessor Chroma Processor Plus von Panasonic Hollywood Laboratory (PHL) zum Einsatz. Hochwertiges 1080p-Upscaling wird für alle Formate versprochen – bereits DMP-BD35 und DMP-BD55 wurde in verschiedenen Testberichten eine sehr gute DVD-Ausgabe attestiert. Allerdings gab es auch Kritik an der Bedienung.

Bei der Blu-ray-Wiedergabe unterstützten DMP-BD60, DMP-BD80 und DMP-BD70V jeweils BD-Live – und können darüber hinaus über ihre Ethernet-Schnittstelle und Panasonics Viera-Cast-Funktion auf das kostenpflichtige Video-on-Demand-Angebot von Amazon USA sowie auf Youtube-Videos und Googles Picasa-Fotoalben zugreifen. Außerdem können die in den USA angebotenen Geräte auch Bloomberg-Nachrichtentexte sowie Wetterberichte abrufen.

Wie die Vorgänger bieten auch die drei Neulinge einen Audiodecoder für Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio Essential. Ein zusätzliches 96-kHz-Surround-Remastering soll jedoch Audio-CDs und andere Quellen besser klingen lassen. Wie der DMP-BD55 hebt sich auch dessen Nachfolger DMP-BD80 vom günstigeren DMP-BD60 durch analoge 7.1-Kanal-Ausgänge ab.

JPEG-Bilder und mit der Videokamera aufgezeichnete AVCHD-Videos können ebenfalls abgespielt werden, dazu verfügen die Geräte über einen SD-Speicherkartensteckplatz sowie einen USB-Anschluss.

Panasonic will bei der neuen Blu-ray-Player-Generation durch Verringerung der Komponentenanzahl den Stromverbrauch gesenkt haben. Außerdem schalten sich die neuen Geräte in Verbindung mit Panasonic-Fernsehern und Viera Link (Pansonics CEC-Version) sofort in den Stand-by-Modus, sobald etwa zu einem Fernsehsender oder einer anderen Videoquelle umgeschaltet wird. Im Stand-by-Modus soll der BD60 rund 16 Prozent weniger Strom als der Vorgänger DMP-BD35 benötigen.

Noch nicht marktreif ist Panasonics auf der CES 2009 gezeigtes 3D-Heimkinosystem, bei dem ein spezieller Blu-ray-Player, ein 103-Zoll-Full-HD-Plasma-Display und eine 3D-Brille zum Einsatz kommen. Der 3D-Film liegt dabei in zwei Versionen – eine für das linke, eine für das rechte Auge – auf einer Blu-ray-Disc vor. Durch abwechselnde Darstellung und die Betrachtung mit einer die Augen abwechselnd abdeckenden Shutter-Brille wird dem Gehirn ein räumliches Bild vorgegaukelt. Panasonic hofft. das 3D-Heimkino mit dieser bereits altbekannten, aber durch gestiegene Bildwiederholfrequenzen nun augenfreundlicheren 3D-Darstellungsart in Zusammenarbeit mit Hollywood und weiteren Herstellern durchzusetzen.

Die benötigte Authoring-Technik für die Blu-ray-Scheiben mit Videostreams für jedes Auge wurde von Panasonic Hollywood Laboratory (PHL) entwickelt. Der zur Wiedergabe eingesetzte Blu-ray-Player soll genügend Leistung bieten, um beide Full-HD-Bilder in Echtzeit darzustellen. Präsentiert wurde das 3D-Heimkino-Demonstrationssystem erstmals auf der CEATEC JAPAN 2008 im Oktober 2008, kommerziell könnten 3D-Blu-ray-Player und Fernseher bis 2010 erhältlich sein.


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