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Fugoo will Uhren und Kaffeemaschinen vernetzen

Windows-basierte Plattform für Haushaltsgeräte. Microsoft und das Unternehmen Fugoo haben auf der CES in Las Vegas eine Windows-basierte Plattform für Haushaltsgeräte vorgestellt. Die Geräte verfügen über einen x86-Prozessor von VIA und sind WLAN-fähig. Über diese Plattform soll eine neue Generation von internetfähigen Geräten vernetzt werden.
/ Werner Pluta
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Die Plattform, die nach dem Unternehmen Fugoo heißt ist eine offene und modulare Architektur, für die unabhängige Programmierer Anwendungen entwickeln können. Diese Anwendungen sollen als Softwarebausteine angeboten werden, die die Nutzer sich nach eigenen Vorlieben zusammenstellen können, um sich ihr Gerät individuell einzurichten, so Hui. Um das den dem Nutzer so einfach wie möglich zu machen, verfüge Fugoo über eine sehr benutzerfreundliche Oberfläche.

Das erste Fugoo-fähige Gerät, das Microsoft und Fugoo in Las Vegas zeigen, ist eine Kaffeemaschine mit Internetanschluss. Über ein Display kann der Nutzer beispielsweise einstellen, wie feinkörnig die Maschine den Kaffee mahlen soll. Ist er sich unsicher, ob das Pulver die Bohnen für den Morgenkaffee besser fein oder ganz gemahlen werden sollen, könne er so Microsoft "online die richtige Körnungsgröße der Bohnen, die er gerade gekauft habe, abfragen" .

Weitere Designstudien, die Fugoo vorgestellt hat, sind ein Wecker und ein digitaler Bilderrahmen, die beide ebenfalls Internet-fähig sind. Die Uhr könne so nicht nur die Zeit anzeigen, sondern erfreue den Nutzer am Morgen auch gleich mit aktuellen Börsennachrichten, Staumeldungen und dem Wetterbericht. Der Bilderrahmen hingegen könne jeden beliebigen Internetinhalt anzeigen - "von aktuellen Schlagzeilen und Sportergebnissen bis zu Spielfilmen" . Die Steuerung der Geräte erfolgt über die von Fugoo entwickelte Oberfläche.

Die Internetverbindung funktioniert in beiden Richtungen. Die Nutzer können also nicht nur Daten auf die Geräte herunter-, sondern auch von ihnen hochladen. Damit meint Hui allerdings nicht unbedingt, dass die Nutzer die Uhrzeit über das Internet zur Verfügung stellen. Vielmehr stellt er sich Anwendungen wie eine spezielle Fugoo-kompatible Maus vor, mit der der Nutzer nicht seinen Computer bedient, sondern die gleichzeitig auch seinen Blutdruck oder seinen Blutzuckerspiegel misst.

Die Zukunftsvorstellungen der Anbieter umfassen das übliche Spektrum an Szenarien eines vernetzen Hauses: der Kühlschrank, der erkennt, welche Lebensmittel ausgegangen sind und online Nachschub bestellt, der Rasensprenger, der den Wetterbericht abfragt, bevor er anspringt, oder die Spülmaschine, die den Hersteller benachrichtigt, wenn sie einen Defekt hat.

Dass Hausgeräte mit Internetanschluss nicht unproblematisch ist, zeigte Mitte 2008 ein australische Risikoberater: Er fand eine Sicherheitslücke im Internetmodul einer Kaffeemaschine des Schweizer Herstellers Jura. Darüber konnte er sich Zugang zur Steuereinheit der Maschine verschaffen und deren Einstellungen verändern.

Die ersten Neo-Diginet-Geräte sollen im Laufe des Jahres 2009 auf den Markt kommen. Der Name Fugoo bezieht sich übrigens auf ein Gericht aus der japanische Küche. Fugu wird aus dem Fleisch eines Kugelfisches zubereitet, dessen Haut und Organe hochgiftig sind. Jedes Jahr sterben in Japan mehrere Menschen durch den Kontakt mit der Delikatesse. Ob das ein gutes Omen für eine Plattform für Haushaltsgeräte ist?


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