Fugoo will Uhren und Kaffeemaschinen vernetzen

Die Plattform, die nach dem Unternehmen Fugoo heißt ist eine offene und modulare Architektur, für die unabhängige Programmierer Anwendungen entwickeln können. Diese Anwendungen sollen als Softwarebausteine angeboten werden, die die Nutzer sich nach eigenen Vorlieben zusammenstellen können, um sich ihr Gerät individuell einzurichten, so Hui. Um das den dem Nutzer so einfach wie möglich zu machen, verfüge Fugoo über eine sehr benutzerfreundliche Oberfläche.
Weitere Designstudien, die Fugoo vorgestellt hat, sind ein Wecker und ein digitaler Bilderrahmen, die beide ebenfalls Internet-fähig sind. Die Uhr könne so nicht nur die Zeit anzeigen, sondern erfreue den Nutzer am Morgen auch gleich mit aktuellen Börsennachrichten, Staumeldungen und dem Wetterbericht. Der Bilderrahmen hingegen könne jeden beliebigen Internetinhalt anzeigen - "von aktuellen Schlagzeilen und Sportergebnissen bis zu Spielfilmen" . Die Steuerung der Geräte erfolgt über die von Fugoo entwickelte Oberfläche.
Die Zukunftsvorstellungen der Anbieter umfassen das übliche Spektrum an Szenarien eines vernetzen Hauses: der Kühlschrank, der erkennt, welche Lebensmittel ausgegangen sind und online Nachschub bestellt, der Rasensprenger, der den Wetterbericht abfragt, bevor er anspringt, oder die Spülmaschine, die den Hersteller benachrichtigt, wenn sie einen Defekt hat.
Dass Hausgeräte mit Internetanschluss nicht unproblematisch ist, zeigte Mitte 2008 ein australische Risikoberater: Er fand eine Sicherheitslücke im Internetmodul einer Kaffeemaschine des Schweizer Herstellers Jura. Darüber konnte er sich Zugang zur Steuereinheit der Maschine verschaffen und deren Einstellungen verändern.
Die ersten Neo-Diginet-Geräte sollen im Laufe des Jahres 2009 auf den Markt kommen. Der Name Fugoo bezieht sich übrigens auf ein Gericht aus der japanische Küche. Fugu wird aus dem Fleisch eines Kugelfisches zubereitet, dessen Haut und Organe hochgiftig sind. Jedes Jahr sterben in Japan mehrere Menschen durch den Kontakt mit der Delikatesse. Ob das ein gutes Omen für eine Plattform für Haushaltsgeräte ist?



