H.264-Entwickler bekommen zweiten Technik-Emmy

Am Abend des 8. Januar 2009 (Ortszeit) nahmen Thomas Wiegand vom Berliner Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Jens-Rainer Ohm von der RWTH in Aachen, Gary J. Sullivan von Microsoft und Ajay K. Luthra von Motorola in Las Vegas den Preis entgegen. Mit Technology and Engineering Emmy Award zeichnet die National Academy of Television Arts and Sciences (NATAS) Entwicklungen aus, die die Fernsehtechnik entscheidend beeinflussen.
H.264 wird bei Blu-Ray-Filmen und Internet-Videostreams ebenso eingesetzt, wie bei mobilem (DVB-H) und hochauflösendem Fernsehen (DVB-S2). Auch die erst vor wenigen Tagen veröffentlichte neue Version 7 des Videocodecs DivX nutzt H.264.
Entwickelt wurde H.264 von einer gemeinsamen Entwicklergruppe von ITUT-T Video Coding Experts Group (VCEG) und ISO/IEC Moving Picture Experts Group (MPEG), dem Joint Video Team (JVT). Der Standard wurde 2003 verabschiedet.
Der von der NATAS, der Academy of Television Arts and Science (ATAS) und der International Academy of Television Arts and Sciences in verschiedenen Kategorien vergebene Emmy ist der bedeutendste Fernsehpreis in den USA. Das JVT hat ihn gestern bereits zum zweiten Mal erhalten: Im August 2008 bekam sie den Emmy von der ATAS verliehen. Es ist das erste Mal, dass ein Technik-Emmy zwei Mal für die gleiche Entwicklung vergeben wird.
Die NATAS zeichnet Sendungen im Tagesprogramm sowie Nachrichten, Sport und technische Entwicklungen aus. Die ATAS vergibt Preise für das Abendprogramm.



