Palm Pre: Erstes WebOS-Smartphone vorgestellt

Palm Pre
Das Palm Pre besitzt einen 3,1 Zoll großen Touchscreen mit einer Auflösung von 320 x 480 Pixeln und 16 Millionen Farben, der Multitouch beherrscht, also mit mehreren Fingern bedient werden kann. Das Gerät ist mit einem Lagesensor versehen, so dass der Displayinhalt immer passend zur Geräteposition erscheint. Ein weiterer Sensor regelt die Displayhelligkeit automatisch und ein Annäherungssensor schaltet das Display ab, sobald mit dem Gerät telefoniert wird. Unterhalb des Displays befindet sich ein Gestenbereich, der die wesentliche Gerätebedienung übernehmen soll. In diesem Bereich residiert auch ein Trackball, der ebenfalls zur Gerätesteuerung verwendet werden kann.
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| Video: Palm Pre – Vorschau (3:28) |
Eine nach unten aufziehbare QWERTZ-Tastatur erlaubt die Eingabe längerer Texte, aber sie kann auch zur Steuerung des Mobiltelefons genutzt werden. So lassen sich darüber Applikationen oder auch Befehle in Programmen aufrufen, was eine besonders zügige Bedienung verspricht. Die Tastatur des 135 Gramm wiegenden Geräts soll sich sowohl einhändig als auch beidhändig gut bedienen lassen.
Als Seitenhieb auf Apples iPhone erklärte Palm bei der Präsentation, dass der Akku im Pre-Smartphone aufgrund der hohen Nachfrage austauschbar ist. Im iPhone ist der Akku fest integriert und kann nicht ohne weiteres gewechselt werden. Weitere technische Daten sind bislang nicht bekannt.
WebOS ist anders
In WebOS befindet sich eine Technik namens Synergy, die Termine sowie Kontaktdaten aus verschiedenen Quellen im Hintergrund sammelt und über eine Oberfläche zugänglich macht. Dadurch hat der Nutzer die Möglichkeit, über ein zentrales Adressbuch auf die Kontakte von Facebook, Google oder aus Outlook zuzugreifen. Dabei werden doppelte Einträge automatisch erkannt, so dass im Palm-Adressbuch nur ein Kontakt erscheint. Diese Technik kann auch im Kalender verwendet werden, um Termine aus unterschiedlichen Quellen in einer Applikation zu verwalten, ohne dass sich der Nutzer Gedanken über die Synchronisierung machen muss.
Applikationen für Palms neues Betriebssystem werden in HTML, CSS und JavaScript entwickelt. So hofft Palm auf eine möglichst große Entwicklerschar, sind doch die Einstiegshürden vergleichsweise gering. Palm folgt zugleich einem allgemeinen Trend, den Browser als Applikationsplattform zu nutzen.
Zunächst wird Palm das Pre-Smartphone in den USA exklusiv über Sprint(öffnet im neuen Fenster) anbieten. Das Gerät soll im ersten Halbjahr 2009 auf den Markt kommen. Einen Preis hat Palm noch nicht verraten. Wann das erste WebOS-Smartphone auf den deutschen Markt kommt, ist nicht bekannt. Für den Pre hat Palm eine drahtlose Ladestation namens Touchstone als Zubehör vorgestellt. Solche Ladestationen sind zwar nicht neu, aber Palm nimmt eine solche als einer der ersten Mobiltelefonhersteller ins Sortiment.