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Wird ein Roboter der erste Deutsche auf dem Mond?

DLR-Chef Wörner: Deutschland wird aktive Rolle bei der Rückkehr zum Mond spielen. Johann Wörner, Chef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, ist überzeugt, dass künftig auch Deutsche den Mond betreten werden. Der erste wird seiner Ansicht nach ein Roboter sein.
/ Werner Pluta
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Es war ein ergreifender Moment, als Neil Armstrong am 21. Juli 1969 die Mondlandefähre Eagle verließ und als erster Mensch seinen Fuß auf einen fremden Himmelskörper setzte. Nach wenigen Jahren beendeten die Amerikaner das Apollo-Programm und damit die bemannte Raumfahrt zum Mond. Inzwischen ist jedoch wieder ein neuer Wettlauf zum Mond entbrannt.

Bei künftigen Mondmissionen wollen auch die Deutschen dabei sein, hat Johann-Dietrich Wörner, Chef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), in einem Interview mit dem Fernsehsender Phoenix bekräftigt. Eine eigene deutsche Mondmission wird es seiner Ansicht nach nicht geben, sondern eine "in Kooperation mit unseren europäischen und internationalen Partnern, sprich mit der ESA und der NASA" .

Wörner ist überzeugt, dass eines Tages auch ein Deutscher auf dem Mond stehen wird, vielleicht sogar schon bei der nächsten Mission. Allerdings wird das wohl kein Bundesbürger sein: "Ich glaube, dass der erste Deutsche auf dem Mond ein Roboter sein wird, ein Roboter, der sehr intelligent ist, der schon sehr viel unternehmen kann." Das DLR habe die nötige Kompetenz in der Robotik, "um so etwas zu planen" .

Dabei werde es auf lange Sicht jedoch nicht bleiben. Er sei "sicher, dass ein europäischer Astronaut in absehbarer Zeit wieder - oder erstmals - den Mond betreten wird" , sagte der DLR-Chef. Wenn es so weit ist, werde sich das DLR "darum bemühen, dass es ein Deutscher ist."

Bevor wir jedoch wieder gebannt die beschwingten Schritte von Astronauten auf dem Mond verfolgen können, müssen wir uns noch ein gutes Jahrzehnt gedulden, glaubt Wörner. "2018/19 werden die Amerikaner wieder auf dem Mond sein. Und ich gehe fest davon aus, dass es Flüge mit europäischen Astronauten geben kann. Und wir sollten uns alle bemühen, dass wir dort nicht nur Mitflieger sind, sondern dass wir bei diesen Programmen auch Mitgestalter sind. Dafür sind die Weichen hervorragend gestellt."


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