Songsmith hilft Musikern auf die Sprünge
Gesang ohne Begleitung ist öde. Viele Sänger suchen sich deshalb Musiker, die sie mit Gitarre, Bass und Schlagzeug begleiten. Für diejenigen, die nicht in einer Band singen können oder wollen, hat Microsoft auf der CES in Las Vegas das Programm Songsmith vorgestellt.
Das System ist einfach zu bedienen: Der Sänger schließt ein Mikrofon an seinen Computer an und singt. Die Software erkennt die Töne der Melodie und unterlegt den Gesang dann mit den passenden Akkorden. Die Nutzer können die Begleitung aus einer Reihe von Musikinstrumenten sowie aus 30 verschiedenen Musikstilen auswählen, sei es Jazz, Rock, Hip-Hop oder Country.
Wem das nicht genügt, der kann sein Repertoire auch vergrößern, indem er weitere Instrumente oder Musikstile hinzukauft. Die Instrumente stammen von Garritan, einem Anbieter digitalisierter Instrumente, die Stile von PG Music, dem Hersteller der Software Band-In-A-Box .
Ist das Stück im Kasten, kann der Nutzer es auch nachbearbeiten. Dazu stehen ihm zwei Regler zur Verfügung, der Jazz Factor und der Happy Factor. Der Jazz Factor regelt, ob das Arrangement eher traditionell oder experimentell klingen soll, während der Happy Factor bestimmt, ob der Song ein fröhliches Liebeslied wird oder eher wie das Lamento eines verlassenen Liebhabers klingt, indem er wahlweise Dur- oder Mollakkorde dominieren lässt.
Das fertige Arrangement kann der Nutzer abspeichern oder auf CD brennen. Lädt er die Datei in den Windows Movie Maker, kann er zudem ein eigenes Musikvideo produzieren.
Microsoft hat auf seiner Website eine kostenlose Testversion von Songsmith(öffnet im neuen Fenster) bereitgestellt, die für sechs Stunden aktive Nutzung ausgelegt ist. Die Vollversion kostet 29 Euro. Einen Prototyp des Programms hatte Microsoft unter dem Namen MySong im Frühjahr 2008 vorgestellt.