Test: AMD spielt wieder mit - Phenom II überzeugt

Leistungsaufnahme und Übertakten

Um Strom zu sparen, hat AMD seinen K10-CPUs mit 45-Nanometer-Kernen - also nicht nur dem Phenom II, sondern auch dem Opteron - eine Funktion namens "Smart Fetch" spendiert. Jeder der vier Kerne kann sich selbstständig nahezu vollkommen abschalten. Um die Datenintegrität zu erhalten, werden die Inhalte des L1- und L2-Caches in den L3-Cache geschrieben. Dort können auch andere Kerne auf die Daten des abgeschalteten Kerns zugreifen, ohne den Schläfer zu wecken.

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Zusammen mit anderen Mechanismen ergibt sich so ein sehr effizientes Energie-Management des Phenom II. Die für AMD neue Strukturbreite hat der Chiphersteller zudem nicht für extreme Taktfrequenzen, sondern für eine Leistungsaufnahme in noch halbwegs vernünftigem Rahmen genutzt. Statt 140 Watt TDP (thermal design power) für den Phenom 9950 bei 2,6 GHz benötigt der Phenom II 940 nur noch 125 Watt TDP für 3,0 GHz. Intel gibt für seine Core-i7-Serie bei allen Modellen 130 Watt TDP an, ebenso für den QX9770.

800 MHz ohne Last
800 MHz ohne Last
In der Praxis schwankt die Leistungsaufnahme bei allen modernen CPUs stark. Zwischen Idle-Modus und voller Rechenleistung können fast 100 Watt liegen, zudem hat jede einzelne CPU eine andere "Load Line", welche die für einen bestimmten Takt nötige Spannung beschreibt.

Die beiden Core i7 wollten sich auch im Energiesparmodus von Windows Vista, der über die Systemsteuerung einstellbar ist, nicht unter 1,6 GHz takten. Anders der Phenom II: Er senkt seinen Takt auf 800 MHz, so dass er ohne Last der sparsamste Quad-Core mit 3 GHz ist, den wir bisher vermessen konnten.

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Für die Tests der Leistungsaufnahme haben wir die 4870-X2-Karte durch eine Radeon HD 4670 ersetzt, die für den Vista-Desktop laut AMD nur 11 Watt benötigt. Auf die Messergebnisse des Render-Tests von Cinebench R10, den wir für die Volllastmessung verwendet haben, hat diese Karte keinen Einfluss.

Dass für hohe Rechenleistung aber auch AMD viel Strom in Wärme umwandelt, zeigt die Messung unter Volllast mit Cinebench: Der Phenom II ist fast gleich energiehungrig wie der 200 MHz höher getaktete QX9770, aber 30 Watt sparsamer als der bisherige Phenom. Damit erscheint die neue TDP-Angabe von 125 statt 140 Watt recht realistisch. Nochmals 40 Watt mehr als der Phenom II braucht für seine höhere Rechenleistung der Core i7 965.

Übertakten mit Overdrive 3.0
Übertakten mit Overdrive 3.0
Wer keinen Wert aufs Energiesparen legt, wird den als "Black Edition" mit frei einstellbarem Multiplikator fürs Übertakten ausgelegten Phenom II 940 wohl auch außerhalb seiner Spezifikationen betreiben wollen. Das ist mit dem Tool "Overdrive 3.0" recht bequem unter Windows möglich.

Cinebench bei 3,6 GHz
Cinebench bei 3,6 GHz
Da jedes einzelne Exemplar eines modernen Prozessors fest eingebrannte elektrische Parameter wie die "Load Line" besitzt, welche die für einen bestimmten Takt nötige Spannung beschreibt, sind allgemeingültige Ratschläge fürs Übertakten nur noch schwer möglich. Unser Exemplar des Phenom II 940 ließ sich jedenfalls mit einem Multiplikator von 18 bei einer Spannung von 1,3875 Volt bei 3,6 GHz betreiben. Bei einem Durchlauf von Cinebench kam der Rechner so auf 10.985 Punkte, verheizte aber auch 191 Watt. Als Luftkühler diente dabei wie für den Rest des Tests ein Modell von Akasa mit vier Kupfer-Heatpipes.

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ATI Zocker 09. Mär 2009

ach ja und games die nen triple-quad-core haben sollten gibts genug: far cry 2, gta 4...

unterschichten|... 11. Jan 2009

Wie willst Du denn das beurteilen können? Du kennst doch die Hintergründe gar nicht. Wenn...

unterschichten|... 11. Jan 2009

Wobei der VW Passat wohl eher ne Bruchbude ist, qualitativ als auch von der Gestalt her...

Alleswisser 10. Jan 2009

Solange die Öltypen in AMD Geldströme reinpumpen sind die im Godlikemodus.



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