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Videostream per Mobilfunk

Liveaufnahmen aus fahrendem Auto werden per Mobilfunk gesendet. Erdgasautoaktivist Rainer Zietlow fährt kreuz und quer durch Deutschland, um alle Erdgastankstellen des Landes zwischen den Alpen und der dänischen Grenze abzuklappern. Interessierte können den Mannheimer am Rechner begleiten – per Videolivestream.
/ Werner Pluta
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Eingerichtet wurde das System von Nachrichtentechnikern der Universität Saarbrücken. Zur Übertragung nutzen sie jedoch nicht die aufwendige und teure Fernseh- und Satellitentechnik, die üblicherweise für die Übertragung von Livebildern während der Fahrt eingesetzt wird. Stattdessen werden die Livebilder aus dem Auto per Mobilfunk an den Server der Universität übertragen. Dort werden sie in einen Livestream umgewandelt, den die Nutzer über die Website von Zietlows Projekt(öffnet im neuen Fenster) anschauen können. Zietlow will sich täglich zweimal live aus seinem Auto melden.

Das Projekt ist ein Praxistest für ein Konzept, das ein Forscherteam um den Nachrichtentechniker Thorsten Herfet entwickelt hat. Dessen Ziel ist es, Multimediadaten auch mobil ohne Fehler und in hoher Qualität zu übertragen. Dazu haben die Wissenschaftler eine Technik entwickelt, die Audio- und Videodaten dauernd an die unterschiedlichen Bedingungen im Netzwerk und beim Übertragungsweg anpasst. Das soll die kontinuierliche Datenübertragung sicherstellen. Denn schon kleine Zeitverzögerungen oder der Verlust wichtiger Datenpakete verursachen Artefakte in den Videos oder lassen den Stream abbrechen.

Auf seiner Tour will Zietlow bis zum 22. März 2009 alle 800 Erdgastankstellen in Deutschland ansteuern und für das Fahren mit dem ökologischen Treibstoff werben. Zietlow ist mit einem erdgasbetriebenen Auto bereits einmal um die ganze Welt gefahren und hat den Himalaya überquert.


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