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Chef der indischen Satyam tritt nach Finanzskandal ab

Aufruhr in der Wirtschaft des Landes

Nach einem Finanzskandal muss der Chef der indischen Satyam Computer Services abtreten. Satyam ist eins der führenden indischen Softwareunternehmen, die jahrelang mit fantastischen Zuwachszahlen glänzten. Die indische Presse spricht von einem beispiellosen Desaster für die Wirtschaft des Landes.

Artikel veröffentlicht am ,

B. Ramalinga Raju, Aufsichtsratschef beim indischen Softwareunternehmen Satyam Computer Services, ist wegen Bilanzfälschung zurückgetreten. Raju ist in Indien fast so populär wie ein Popstar. Obwohl sein jüngerer Bruder Rama Raju offiziell Vorstandsvorsitzender der Satyam Computer Services ist, hatte er auch im operativen Geschäft die Zügel fest in der Hand, erfuhr Golem.de aus Unternehmenskreisen in Hyderabad. Raju habe sich aber nicht selbst bereichert, sondern die Geschäftszahlen aufgebläht und alle eigenen Vermögenswerte in das Unternehmen gesteckt, hieß es weiter.

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In einem am 7. Januar 2009 an der Börse in Mumbai (Bombay) vorgelegten Schreiben an den Aufsichtsrat räumt Raju ein, dass der operative Gewinn und Umsatz im dritten Quartal 2008, das am 30. September 2008 endete, zu hoch ausgewiesen wurden. "Unter diesen Umständen stelle ich mein Amt als Vorsitzender von Satyam zur Verfügung", so Raju in dem Schreiben. Die Aktie des Unternehmens brach im morgendlichen Handel um über 65 Prozent ein und notierte kurz vor Börsenschluss 77,5 Prozent niedriger. Die indische Börsenaufsichtsbehörde SEBI will eine Untersuchung einleiten.

Satyam ist Indiens viertgrößter IT-Dienstleister, nach Tata Consultancy Services (TCS), Infosys und Wipro. Die Branche, die für das Outsourcing von Softwareprojekten und Callcenterdiensten bekannt ist und mehrere hunderttausend Beschäftigte zählt, gilt als Vorreiter der indischen Wirtschaft. Satyam arbeitet unter anderem mit dem europäischen Flugzeughersteller Airbus und der Bertelsmann-Tochter Arvato zusammen.

Das Unternehmen war am 16. Dezember 2008 in die Negativschlagzeilen geraten, als die Versorgungsunternehmen Maytas Infrastructure und Maytas Properties, die Rajus Familie gehören, für 1,6 Milliarden US-Dollar von Satyam gekauft werden sollten. Nach Protesten des indischen Vizepräsidenten M. Hamid Ansari, Panikverkäufen an der Börse und dringlichen Appellen wichtiger Anleger, wurde die Megaübernahme abgesetzt. Nach dem Debakel wurde Satyam als Übernahmekandidat von IBM, Accenture, Cap Gemini oder HP gehandelt.

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