An der Müritz funkt es

Drahtloses Breitbandinternet über frühere Radiofrequenzen

An der mecklenburgischen Seenplatte startet ein Praxistest zur Breitbandinternetversorgung per Funk. Für die drahtlose Datenübertragung werden frühere Rundfunkfrequenzen genutzt, die durch die Digitalisierung frei werden. So sollen die Möglichkeiten der Versorgung ländlicher Regionen mit mobilen Breitbandanschlüssen ausgelotet werden.

Artikel veröffentlicht am ,

Das Projekt führen der Mobilfunkanbieter E-Plus und der Netzausrüster Ericsson in Kooperation mit der Landesregierung und der Landesrundfunkzentrale Mecklenburg-Vorpommern durch.

Stellenmarkt
  1. Performance Manager IT Infrastruktur (m/w/d)
    ALDI International Services GmbH & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr, Duisburg, Dortmund, Düsseldorf
  2. Data-Analyst (d/m/w) Ökonometrie, Statistik
    Prognos AG - Wir geben Orientierung., Freiburg im Breisgau, Berlin, München
Detailsuche

Ein Jahr lang können 50 Haushalte und Betriebe im Umkreis von 20 Kilometern um die Sendestation Grabowhöfe bei Waren an der mecklenburgischen Seenplatte kostenlos den drahtlosen Breitbandinternetzugang testen. Geräte und SIM-Karten bekommen sie gestellt. Die Kosten für die Datenübertragung übernehmen die Projektpartner. Die Datenübertragung erfolgt über den Standard HSDPA mit bis zu 7,2 MBit pro Sekunde.

E-Plus hinkt bei dieser Übertragungstechnik allerdings noch hinterher. Der Netzbetreiber will erst dieses Jahr in einzelnen Regionen HSDPA anbieten. Der entsprechende Ausbau des Netzes sei ein "Investitionsdilemma", hatte E-Plus-Chef Thorsten Dirks im Herbst 2008 in einem Interview gesagt. Da die meisten Mobilfunknutzer keine schnelle Datenverbindung benötigten, liefen die Netzbetreiber Gefahr, ihre Kosten nicht wieder hereinzuholen.

Gesendet wird auf ehemaligen Radio- und Fernsehfrequenzen, die durch die Digitalisierung nicht mehr gebraucht werden. Das Spektrum liegt zwischen 790 und 862 MHz. Vorteil dieser Frequenzen sei, so E-Plus, die Reichweite, die höher ist als die der UMTS-Frequenzen. So sei es möglich, die ländlichen Gebiete mit vergleichsweise wenig Antennenstandorten abzudecken.

Durch die Umstellung auf die digitale Rundfunkübertragung werden etwa 90 Prozent der bisher verwendeten Frequenzbänder frei, was auch als digitale Dividende bezeichnet wird. Eine mögliche Nutzung ist die drahtlose Datenübertragung. Ein vergleichbares Projekt zur digitalen Dividende haben kürzlich T-Mobile und die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) im Raum Wittstock/Dosse in Brandenburg gestartet.

Dort geht es unter anderem darum, Erkenntnisse über praktisch erzielbare Reichweiten zu gewinnen, über die Bandbreite in der Funkzelle und darüber, ob sich das digitale terrestrische Fernsehen (DVB-T) und das drahtlose Internet gegenseitig stören. Das Land Baden-Württemberg hat 2009 ebenfalls Tests zum Funkinternet über Rundfunkfrequenzen angekündigt.

Derzeit haben laut dem Deutschen Städte- und Gemeinde-Bund etwa drei Millionen Haushalte keine schnellen Internetzugänge. Das gilt vor allem für ländliche Regionen, wo es zu teuer ist, DSL-Anschlüsse zu legen oder die Infrastruktur für schnelles mobiles Internet aufzubauen. Diese Regionen sollen künftig über die digitale Dividende mit Breitbandinternet versorgt werden. "Internet im ländlichen Raum ist für das Flächenland Mecklenburg-Vorpommern von besonderer Bedeutung. Eine flächendeckende Breitbandversorgung in Mecklenburg-Vorpommern wäre ein wichtiger Standortfaktor, für Unternehmen und Bürger zugleich", begrüßte deshalb Stefan Rudolph, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus von Mecklenburg-Vorpommern, das Projekt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Nameless 01. Feb 2009

Du warst im ganzen Bundesland unterwegs?

autor 20. Jan 2009

Was für ein Schwachsinn! Ich versteh dieses ganze Gerede wegen Krebs nicht, seid ihr alle...

So Nie 08. Jan 2009

Es ist wohl eher viel Nichtwissen, weil er zuviel Computerblöd studiert und in seiner...

fiacyberz 07. Jan 2009

Du tust mir leid das du scheinbar nie das Glück hattest in einer solchen Umgebung zu...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Amtlicher Energiekostenvergleich  
Benzinkosten mehr als doppelt so teuer wie Ladestrom

Vom 1. Oktober an müssen große Tankstellen einen Energiekostenvergleich aushängen. Dabei schneiden Elektroautos derzeit am besten ab.

Amtlicher Energiekostenvergleich: Benzinkosten mehr als doppelt so teuer wie Ladestrom
Artikel
  1. Bundestagswahl 2021: Laschet und Scholz wollen beide Kanzler werden
    Bundestagswahl 2021
    Laschet und Scholz wollen beide Kanzler werden

    Die Union erzielt bei der Bundestagswahl 2021 ihr bislang schlechtestes Ergebnis. Dennoch will Spitzenkandidat Laschet Kanzler einer "Zukunftskoalition" werden.

  2. Bundesregierung: Erst 11 Prozent der Glasfaserförderung wurden ausgezahlt
    Bundesregierung
    Erst 11 Prozent der Glasfaserförderung wurden ausgezahlt

    Städte- und Gemeindebund verlangt, den Förder-Dschungel für Glasfaser zu beseitigen. Versuche gab es viele.

  3. Diablo 2 Resurrected im Test: Der dunkle Fürst der Zeitfresser ist auferstanden
    Diablo 2 Resurrected im Test
    Der dunkle Fürst der Zeitfresser ist auferstanden

    Gelungene Umsetzung für Konsolen, überarbeitete Grafik und Detailverbesserungen: Bei Diablo 2 Resurrected herrscht Lange-Nacht-Gefahr.
    Von Peter Steinlechner

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Alternate (u. a. DeepCool Matrexx 55 V3 ADD-RGB WH 49,98€) • Thunder X3 TC5 145,89€ • Toshiba Canvio Desktop 6 TB ab 99€ • Samsung 970 EVO Plus 2 TB 208,48€ • Lenovo-Laptops zu Bestpreisen • 19% auf Sony-TVs bei MM • WISO Steuer-Start 2021 10,39€ • Samsung Odyssey G7 499€ [Werbung]
    •  /