Logitech klagt über schwaches Weihnachtsgeschäft

Der Schweizer Peripheriehersteller Logitech gibt erneut eine Gewinnwarnung heraus und plant einen Stellenabbau. Das Unternehmen beschäftigt circa 9.000 Menschen, in den chinesischen Werken der Subunternehmen gibt es 5.000 Arbeiter. Von den 3.500 Festangestellten sollen nun 15 Prozent gehen. In China gebe es keinen Stellenabbau, erfuhr Golem.de aus dem Unternehmen. "Die Subunternehmer-Beschäftigen sind nicht betroffen" , hieß es. Produziert wird auch im kalifornischen Fremont.
"Im Dezember hat sich das Marktumfeld deutlich verschlechtert" , sagte Firmenchef Gerald P. Quindlen. Das Weihnachtsgeschäft sei schwach ausgefallen, so der weltgrößte Produzent von Computermäusen. In den kommenden Monaten erwartet die Firma mit Sitz in Romanel-sur-Morges im Waadtland eine weitere Verschlechterung des Umfelds. In allen Regionen und bei allen Absatzkanälen habe die Nachfrage nachgelassen, die Handelspartner hätten die Lagerbestände reduziert.
Die bereits im Oktober 2008 nach unten korrigierten Ziele für Umsatz und Gewinn gibt Logitech damit auf. Wegen der Unsicherheiten wurde keine neue Prognose für das Ende März 2009 endende Geschäftsjahr 2008/2009 mehr vorgelegt. Bisher hatte Logitech für das Gesamtjahr ein Umsatzplus von bis zu 8 Prozent und eine Steigerung des Gewinns vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 3 bis 5 Prozent in Aussicht gestellt.
"Wir sind jedoch in einer stärkeren Position als unsere Konkurrenten" , so ein Sprecher. Das Unternehmen sei schuldenfrei, habe hohe Rücklagen und nehme der Konkurrenz weiter Marktanteile ab. Die Geschäftszahlen für das dritte Quartal sollen am 20. Januar 2009 veröffentlicht werden.