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Medienkonzern Hearst übernimmt 1Up.com

Aus für das EGM-Magazin. Der Medienkonzern Hearst (Cosmopolitan, Esquire) übernimmt für sein Spielemedien-Netzwerk UGO.com den bisherigen Konkurrenten 1Up.com von Ziff Davis. Der Kauf bedeutet gleichzeitig das Aus für das legendäre US-Printmagazin Electronic Gaming Monthly.
/ Peter Steinlechner
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Für eine nicht genannte Summe kauft die Hearst Corporation(öffnet im neuen Fenster) , einer der größten amerikanischen Medienkonzerne mit Sitz in New York, das bislang zu Ziff Davis gehörende Spielepresse-Netzwerk 1Up.com(öffnet im neuen Fenster) mitsamt dessen Portalen Gamevideos.com(öffnet im neuen Fenster) , MyCheats.com(öffnet im neuen Fenster) und Gametab.com(öffnet im neuen Fenster) . Die Onlinemedien sind künftig Teil von UGO.com(öffnet im neuen Fenster) , einem ebenfalls auf Computer- und Videospiele spezialisierten Netzwerk, das Hearst Mitte 2007 übernommen hatte und zu dem unter anderem der etablierte Branchendienst Bluesnews.com(öffnet im neuen Fenster) gehört.

Ein Großteil der Angestellten von 1Up.com wird von Hearst mit übernommen. Rund 30 der verbliebenen Mitarbeiter hat Ziff Davis laut einem Bericht auf Gamasutra mit sofortiger Wirkung entlassen.

Gleichzeitig mit der Übernahme schließt Ziff Davis das Spiele-Printmagazin Electronic Gaming Monthy (EGM) – eines der traditions- und einflussreichsten Magazine im US-Spielemarkt. "Die Nachfrage nach Print nimmt bei Werbepartnern und Lesern weiterhin ab. Außerdem stehen die Inhalte, die bislang von 1Up.com für das Magazin produziert wurden, nicht mehr zu Verfügung, weshalb es für uns keinen Sinn hat, in diesem Markt zu bleiben" , begründet Jason Young, Chef von Ziff Davis(öffnet im neuen Fenster) , den Schritt in einer Mail an seine Ex-Angestellten.

Die Übernahme von 1Up.com durch Hearst bestätigt den Trend, dass sich etablierte und stark auf den Massenmarkt fokussierte Medienunternehmen in die Spielepresse einkaufen. Erst im Februar 2005 hatte etwa die News Corporation von Robert Murdoch (Premiere, Jamba, 20th Century Fox) für rund 650 Millionen US-Dollar die Mehrheit am Spielemedien-Netzwerk IGN.com(öffnet im neuen Fenster) übernommen.


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