Warnung: Nicht mit dem Google-Handy verreisen

Ein T-Mobile-Mitarbeiter hat dem Kunden bestätigt, dass das G1 keine Option bietet, derartige Internetverbindungen zu verhindern. Dem Kunden wurde empfohlen, das G1 auf Auslandsreisen zu Hause zu lassen, wenn er diese Kosten nicht tragen wolle. Eine andere Lösung gebe es nicht.
Andere Gizmodo-Leser haben dazu geraten, das G1 im Ausland mit einer SIM-Karte eines anderen Netzbetreibers zu betreiben. Allerdings ist der G1-Besitzer dann nicht mehr direkt unter seiner Handyrufnummer erreichbar, so dass dieser Vorschlag nur für die wenigsten eine praktikable Lösung darstellen dürfte. Außerdem wurde bekannt, dass es auch dann eine weitere Kostenfalle gibt.
Nach den Erkenntnissen von APC ist die von T-Mobile auf dem G1 installierte MyFaves-Applikation für den ungewollten SMS-Versand verantwortlich. In MyFaves kann dies nicht deaktiviert werden und es ist auch nicht ohne weiteres möglich, MyFaves einfach zu deinstallieren. Das geht nur indirekt, indem beispielsweise eine britische G1-Firmware aufgespielt wird, in der MyFaves nicht enthalten ist. Dazu muss das Gerät aber erst gecrackt werden.
Unklar ist derzeit, ob der SMS-Versand mit weiteren Kosten zu Buche schlägt, wenn das Mobiltelefon mit der SIM-Karte von T-Mobile USA verwendet wird. In den von APC dokumentierten Fällen erreichten die berechneten Kurzmitteilungen nicht einmal ihr Ziel. Auch auf Netzbetreiberseite lässt sich das Problem nicht ohne weiteres umgehen: Der australische Netzbetreiber Virgin Mobile erklärte, es sei technisch nicht möglich, den SMS-Versand zu bestimmten Rufnummern zu unterbinden. Als Lösung bliebe nur, alle SMS-Funktionen durch den Netzbetreiber zu blockieren, was aber für die meisten Nutzer keine annehmbare Lösung sein dürfte.



