Abo
  • Services:

Warnung: Nicht mit dem Google-Handy verreisen

T-Mobiles G1 versendet heimlich Kurzmitteilungen

Besitzer eines US-amerikanischen G1-Modells sollten das Mobiltelefon bei Auslandsreisen zu Hause lassen, denn es baut ungefragt Internetverbindungen auf. Wird T-Mobiles G1 mit einer SIM-Karte eines anderen Netzbetreibers genutzt, sendet das Mobiltelefon kostenpflichtige Kurzmitteilungen.

Artikel veröffentlicht am ,

T-Mobile G1
T-Mobile G1
Verborgene Automatikfunktionen machen das erste Android-Mobiltelefon schnell zu einer unberechenbaren Kostenfalle. Ein Leser von Gizmodo.com berichtet, dass er auf einer Reise nach Großbritannien, die Roaming-, Synchronisierungs- und sogar die UMTS-Funktionen des G1 deaktiviert hatte. Dennoch verlangte T-Mobile USA nach der Reise für Datenverbindungen aus dem Ausland 102,85 US-Dollar. Denn ganz gleich, was der Nutzer einstellt: T-Mobiles G1 baut immer wieder Datenverbindungen ins Internet auf. Dadurch entstehen bei einem Auslandsaufenthalt aufgrund der Roaminggebühren besonders hohe Kosten für die mobile Datennutzung.

 

Stellenmarkt
  1. MDK Baden-Württemberg Medizinischer Dienst der Krankenversicherung, Lahr
  2. Scheidt & Bachmann GmbH, Mönchengladbach bei Düsseldorf

Ein T-Mobile-Mitarbeiter hat dem Kunden bestätigt, dass das G1 keine Option bietet, derartige Internetverbindungen zu verhindern. Dem Kunden wurde empfohlen, das G1 auf Auslandsreisen zu Hause zu lassen, wenn er diese Kosten nicht tragen wolle. Eine andere Lösung gebe es nicht.

Andere Gizmodo-Leser haben dazu geraten, das G1 im Ausland mit einer SIM-Karte eines anderen Netzbetreibers zu betreiben. Allerdings ist der G1-Besitzer dann nicht mehr direkt unter seiner Handyrufnummer erreichbar, so dass dieser Vorschlag nur für die wenigsten eine praktikable Lösung darstellen dürfte. Außerdem wurde bekannt, dass es auch dann eine weitere Kostenfalle gibt.

T-Mobile G1
T-Mobile G1
Das australische Magazin APC fand heraus, dass ein aus den USA stammendes G1 beständig Kurzmitteilungen versendet, wenn es mit einer SIM-Karte eines Netzbetreibers außerhalb der USA betrieben wird. Das Mobiltelefon sendet munter Kurzmitteilungen an eine US-Rufnummer von T-Mobile, so dass üblicherweise Kosten für den Versand einer SMS ins Ausland berechnet werden. In welchem Abstand und wie viele SMS das G1 versendet, ist nicht bekannt. In einem Fall waren es 200 Kurzmitteilungen, in einem anderen Fall kam das SMS-Aufkommen auf 1.329 Stück.

Nach den Erkenntnissen von APC ist die von T-Mobile auf dem G1 installierte MyFaves-Applikation für den ungewollten SMS-Versand verantwortlich. In MyFaves kann dies nicht deaktiviert werden und es ist auch nicht ohne weiteres möglich, MyFaves einfach zu deinstallieren. Das geht nur indirekt, indem beispielsweise eine britische G1-Firmware aufgespielt wird, in der MyFaves nicht enthalten ist. Dazu muss das Gerät aber erst gecrackt werden.

Unklar ist derzeit, ob der SMS-Versand mit weiteren Kosten zu Buche schlägt, wenn das Mobiltelefon mit der SIM-Karte von T-Mobile USA verwendet wird. In den von APC dokumentierten Fällen erreichten die berechneten Kurzmitteilungen nicht einmal ihr Ziel. Auch auf Netzbetreiberseite lässt sich das Problem nicht ohne weiteres umgehen: Der australische Netzbetreiber Virgin Mobile erklärte, es sei technisch nicht möglich, den SMS-Versand zu bestimmten Rufnummern zu unterbinden. Als Lösung bliebe nur, alle SMS-Funktionen durch den Netzbetreiber zu blockieren, was aber für die meisten Nutzer keine annehmbare Lösung sein dürfte.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 55,11€ (Bestpreis!)
  2. 17,49€
  3. 299€ + 4,99€ Versand oder Abholung im Markt
  4. ab 1.119€ (Ersparnis: 310€)

Thomas Warnek 13. Jan 2009

Ic will hoffen das google niemals ein Auto baut. Wer weiß wo man da ankommt...! Man will...

sms handy_Ortung 12. Jan 2009

Das wäre noch schöner, wenn Schäubli Deinen momentanen Aufenthalt nicht alle halben...

Kristallregen 09. Jan 2009

Kam T-Mobile und Co doch schon immer. Man muss da nur an die Geräte denken die per...

fiacyberz 08. Jan 2009

In diesem Fall nehme ich meinen Kommentar wohl dann mal zurück :-)

G1-Android-User 07. Jan 2009

tja, warum... also das iphone: +hat keine tastatur +ist zu teuer +kann kein...


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy S9 und S9 Plus - Test

Das Galaxy S9 und das Galaxy S9+ sind Samsungs neue Oberklasse-Smartphones. Golem.de hat sich im Test besonders die neuen Kameras angeschaut, die eine variable Blende haben.

Samsung Galaxy S9 und S9 Plus - Test Video aufrufen
Physik: Maserlicht aus Diamant
Physik
Maserlicht aus Diamant

Ein Stickstoff-Fehlstellen-basierter Maser liefert kontinuierliche und kohärente Mikrowellenstrahlung bei Raumtemperatur. Eine mögliche Anwendung ist die Kommunikation mit Satelliten.
Von Dirk Eidemüller

  1. Xiaoice und Zo Microsoft erforscht menschlicher wirkende Sprachchat-KIs
  2. Hyperschallgeschwindigkeit Projektil schießt sich durch den Boden
  3. Materialforschung Stanen - ein neues Wundermaterial?

Facebook-Anhörung: Zuckerbergs Illusion von der vollen Kontrolle
Facebook-Anhörung
Zuckerbergs Illusion von der vollen Kontrolle

In einer mehrstündigen Anhörung vor dem US-Senat hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg sein Unternehmen verteidigt. Doch des Öfteren hinterließ er den Eindruck, als wisse er selbst nicht genau, was er in den vergangenen Jahren da geschaffen hat.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Facebook Verschärfte Regeln für Politwerbung und beliebte Seiten
  2. Facebook Messenger Zuckerbergs Nachrichten heimlich auf Nutzerkonten gelöscht
  3. Böswillige Akteure Die meisten der zwei Milliarden Facebook-Profile ausgelesen

BeA: Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet
BeA
Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet

Das deutsche Rechtsanwaltsregister hat eine schwere Sicherheitslücke. Schuld daran ist eine veraltete Java-Komponente, die für einen Padding-Oracle-Angriff verwundbar ist. Das Rechtsanwaltsregister ist Teil des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs, war aber anders als dieses weiterhin online.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. BeA Secunet findet noch mehr Lücken im Anwaltspostfach
  2. EGVP Empfangsbestätigungen einer Klage sind verwertbar
  3. BeA Anwälte wollen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einklagen

    •  /