Sony prüft Ausstieg aus Kerngeschäftsbereichen

Sony steht vor einer neuen Welle des Stellenabbaus und der Fabrikschließungen in Japan. Dabei sollen auch "heilige Kühe geschlachtet" werden, hat die britische Times(öffnet im neuen Fenster) aus dem Unternehmen erfahren. Fundamentale Umbrüche wie der Ausstieg aus angestammten Geschäftsbereichen seien zu erwarten. Eine offizielle Bekanntgabe sei erst nach der Consumer Electronics Show in Las Vegas (8. bis 11. Januar 2009) zu erwarten, so das Blatt weiter.
Sony musste bereits Anfang Dezember 2008 massive Kostensenkungen und die Streichung von 16.000 festen und Zeitarbeiterstellen ankündigen. Aus unprofitablen Geschäftssparten außerhalb der Kernbereiche will sich Firmenchef Sir Howard Stringer zurückziehen. Dadurch will Sony insgesamt 100 Milliarden Yen (786 Millionen Euro) einsparen. Den Banken und Fondsmanagern gingen diese Einsparungen nicht weit genug, da das Kerngeschäft nicht betroffen war. In Frankreich sollen Stellen wegfallen, verriet Sony, weitere Details wurden bislang nicht bekannt.
Sony hat den Bericht der Times dementiert(öffnet im neuen Fenster) . "Wir haben im letzten Monat eine Restrukturierung des Elektronikgeschäftsbereichs angekündigt" , so ein Sprecher von Sony-Japan. Darüber hinaus seien keine weiteren Einschnitte geplant.