Samsungs Chipsparte leidet unter Geldknappheit
Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung will seine Ausgaben für die Speicherchipfertigung drastisch reduzieren, berichtet die Korea Times(öffnet im neuen Fenster) . Die Ausgaben sollen von 6,2 Billionen Won (3,42 Milliarden Euro) im Jahr 2008 auf 2 bis 3 Billionen Won (1,1 bis 1,7 Milliarden Euro) in diesem Jahr sinken, berichtet das Blatt unter Berufung auf einen hochrangigen Samsung-Manager, der nicht namentlich genannt werden wollte. Samsung hat lange aggressiv in die Produktion von Chips, Flachbildschirmen und Mobiltelefonen investiert.
"Wir senken möglicherweise in diesem Jahr die Investitionen. Es ist aber noch nichts entschieden" , sagte ein Samsung-Sprecher der Zeitung.
Die Speicherchiphersteller sind weltweit von einer Überproduktionskrise betroffen und leiden unter Geldknappheit: Auch Konkurrent Hynix Semiconductor hat die Investitionen auf 1 Billionen Won halbiert und musste die Aktionäre um 600 Millionen US-Dollar Nothilfe bitten. Der deutsche Hersteller Qimonda ist durch einen 325-Millionen-Euro-Kredit und staatliche Hilfe nur knapp dem Konkurs entkommen.
Hynix hat die DRAM-Fertigung seit Ende September 2008 um 20 bis 30 Prozent gedrosselt, Elpida verschiebt den Start seiner neuen Fabriken in China auf das Jahr 2011. Elpida-Firmenchef Yukio Sakamoto führt zudem Fusionsgespräche mit den taiwanischen Branchenkollegen Powerchip, Rexchip Electronics und Promos Technologies.