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Was tun gegen die Vorratsdatenspeicherung?

Mails vor neugierigen Blicken schützen

E-Mail-Kommunikation lässt sich vor der Vorratsdatenspeicherung durch die Nutzung eines Remailer-Netzwerkes schützen. Dabei wird eine E-Mail nicht wie üblich über den Mailserver des Absenders zum Mailserver des Empfängers versendet, von dem sie dann abgerufen wird, sondern die Mail nimmt einen Umweg über verschiedene Server. Jeder der Server verändert dabei den Header der Mail, der die Absenderdaten enthält. Kommt die Mail schließlich an, ist nur noch die Adresse des Empfängers erkennbar; auf den Absender gibt es keinen Hinweis mehr.

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Es gibt zwei Arten von Remailern: Type I oder Cypherpunk und Type II oder Mixmaster. Letzterer bietet mehr Schutz vor Verfolgern und Lauschern, weil die Datenpakete einer E-Mail vom Server nicht sofort nach Eintreffen weitergeleitet werden. Stattdessen speichert der Server Datenpakete auf unbestimmte Dauer, bündelt sie mit anderen eintreffenden Nachrichten und schickt sie an den nächsten Knoten. So wird eine E-Mail auch vor dem Belauschen eines Remailer-Servers geschützt. Allerdings verlängert das auch die Laufzeit der Mail: Eine über das Mixmaster-Netz versandte Mail kann bis zu zwölf Stunden unterwegs sein. Außerdem ist es ratsam, dem Empfänger im Text der Mail einen Hinweis auf den Absender zu geben, damit er weiß, von wem die Mail stammt.

Wer nicht eigens eine Software auf seinem Computer installieren möchte, kann eine Mail über ein Webformular verschicken, wie es die "German Privacy Foundation" (GPF) anbietet, das den Mixmaster-Remailer nutzt.

Um zudem den Inhalt der Mail zu schützen, rät Ude, diese zusätzlich zu verschlüsseln. Eine verschlüsselte und über ein Remailer-Netz verschickte Mail sei ausreichend vor neugierigen Blicken geschützt. "Ein Überwacher sieht nur, dass der Empfänger eine Mail bekommt. Er weiß jedoch nicht, wer sie geschrieben hat, und er kann sie nicht lesen. Das ist keine brauchbare Information."

Das Mailprogramm Smallmail, das von dem Projekt Small Sister entwickelt wurde, vereint beide Funktionen. Die Software, die seit wenigen Tagen in einer Betaversion bereitsteht, verschlüsselt den Mailtext und verschickt die Mail über das TOR-Netzwerk (siehe unten). So ist der Absender der Mail nicht identifizierbar. Vorerst steht das Programm allerdings nur für Linux zur Verfügung. Ziel des Projektes ist aber nach eigenen Angaben, es für alle Plattformen bereitzustellen.

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:-) 07. Jan 2009

Artikel 1 Gegenstand und Anwendungsbereich (1) Mit dieser Richtlinie sollen die...

Speicherwicht 07. Jan 2009

DE + Logs! Ich weis nicht wie es die Briten machen. Aber vielleicht sehen die es nicht...

reihenschluss 06. Jan 2009

Ironisch, aber supergut, Genauso sieht's leider aus. Nee, das Problem ist vielmehr, dass...

:-) 06. Jan 2009

Warum etwas kompliziert darstellen, was sich auch einfach erklären lässt.

:-) 05. Jan 2009

Wer generiert mir einen QR-Code, Klartext: Liebes BKA... usw. Würde sich in jeder Mail...


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