Intel: Günstiger Quad-Core für Notebooks, 4 neue Dual-Cores

Vier Kerne im Notebook für unter 400 US-Dollar pro CPU

Ohne Ankündigung hat Intel am vergangenen Wochenende fünf neue Mobilprozessoren in seine Preisliste aufgenommen. Die Dual-Core-Varianten schließen nur Lücken in der Produktpalette, ein neuer, vergleichsweise günstiger Quad-Core überrascht jedoch.

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Nach den bisher nur in portablen Grafik-Workstations und großen Gaming-Notebooks zu findenden QX9300 (2,53 GHz) und dem Q9100 (2,26 GHz) ist der neue mobile Quad-Core Q9000 (2,0 GHz) erst Intels dritte mobile CPU mit vier Kernen. Intel führt den Prozessor in seiner Preisliste vom 28. Dezember 2008 zwar unter der Rubrik "Core 2 Extreme" auf, der Multiplikator ist aber, wie bei den Extreme-CPUs üblich, nur beim Modell QX9300 frei einstellbar. Bei den anderen mobilen Extremisten, die nicht über ein "X" in der Modellnummer verfügen, ist der Taktvervielfacher fest eingestellt.

Während die beiden schnelleren mobilen Quad-Cores mit OEM-Preisen von 1.038 und 851 US-Dollar mehr kosten als die meisten Notebooks, ist der Q9000 mit 348 US-Dollar recht günstig geworden. Da er aber, wie die bisherigen Vierzylinder für Notebooks, über eine typische Leistungsaufnahme (TDP) von 45 Watt verfügt, dürfte auch er seinen Platz nur in recht großen und dicken Notebooks finden, die genügend Raum für ein passendes Kühlsystem bieten. Zudem hat Intel gegenüber QX9300 und Q9100 den L2-Cache des Q9000 von 6 MByte je Dual-Core-Die auf 3 MByte halbiert, was Rechenleistung kostet.

Prozessor Taktfrequenz L2-Cache TDP Preis
Core 2 Extreme Q9000 2,0 GHz 2x3 MByte 45 Watt 348 US$
Core 2 Duo T9800 2,93 GHz 6 MByte 35 Watt 530 US$
Core 2 Duo P9600 2,66 GHz 6 MByte 25 Watt 348 US$
Core 2 Duo T9550 2,66 GHz 6 MByte 35 Watt 316 US$
Core 2 Duo P8700 2,53 GHz 3 MByte 25 Watt 241 US$

Daneben hat Intel auch noch vier mobile Dual-Cores von 2,53 bis 2,93 GHz vorgestellt: je zwei Modelle der Serien T (35 Watt) und P (25 Watt). Bei Intels Notebook-CPUs mit gleichem Takt und Penryn-Kern gilt es, den Buchstaben in der Modellnummer zu beachten. Inzwischen gibt es viele Überschneidungen in der Taktfrequenz, wobei aber die Modelle der Serie P stets sparsamer sind.

Dafür sind die T-Prozessoren stets etwas günstiger, was den Notebookhersteller freut, nicht aber den Käufer, der sich damit kürzere Akkulaufzeiten einhandelt, wenn nicht auch der Stromspender größer dimensioniert wurde. Bei den in vielen Ausstattungsvarianten angebotenen Serien von Markenherstellern mit stets gleichem Chassis und Akku ist das aber nicht der Fall. Alle genannten Prozessoren basieren auf dem Penryn-Kern, sind in 45 Nanometern Strukturbreite hergestellt und erreichen ihren vollen Takt nur bei einer FSB-Geschwindigkeit von 1.066 MHz. Die Preise beziehen sich auf Chargen je 1.000 Stück für PC-Hersteller und Wiederverkäufer.

In Intels Preisliste scheint für das kleinste neue Modell, den P8700 mit 2,53 GHz, ein kleiner Fehler zu stecken. Er wird dort mit 6 MByte L2-Cache angegeben, im Datenblatt der CPU sind jedoch wie beim ähnlichen Modell P8600 (2,40 GHz) 3 MByte angegeben, was sehr viel wahrscheinlicher erscheint. Mit der neuen Preisliste hat Intel nur die fünf neuen CPUs aufgenommen, Preissenkungen sind darin nicht verzeichnet. Turnusgemäße Abschläge bei Intel-CPUs werden erst für Mitte Januar 2009 erwartet.

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