Interview: Selbermachen statt kaufen - Rapid Prototyping

Golem.de: Ich habe also eine Idee. Was kommt danach?

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Pettis: Wenn ich die Idee im Kopf habe, muss ich daraus ein digitales Design erstellen, sie also in den Computer transferieren. Dafür gibt es Programme wie Inkscape, Blender und andere. Welches man nutzt, ist egal. Ich zum Beispiel nutze Inkscape, um Gegenstände mit meinem Laserschneider herzustellen.

Ist das Design fertig, exportiert man es in das entsprechende Dateiformat für das Werkzeug. Für meinen Laserschneider nehme ich das .svg-Format, das ich in Coral Draw lade, weil dieses Programm einen Treiber für meinen Laserschneider hat. Dann klicke ich auf Drucken, und der Laserschneider legt los.

3D-Design (Bild: Pettis)
3D-Design (Bild: Pettis)
Golem.de: Rapid Prototyping ist eigentlich dazu gedacht, es Designern und Entwicklern zu ermöglichen, schnell und günstig ein Werkstück herzustellen. Sie haben diese Technik auf dem Kongress aber als zugänglich für jedermann angepriesen. Was ist geschehen?

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Pettis: In der Tat hat Rapid Prototyping in Labors oder Forschungseinrichtungen angefangen. Aber wir können alle unsere eigene Forschungseinrichtung haben, wir können selbst Techniker sein. Diese Geräte sind inzwischen günstig genug, dass man zusammen mit ein paar Freunden tolle Maschinen kaufen kann, um zu Hause coole Produkte herzustellen.

Golem.de: Die Geräte sind kleiner, schneller und günstiger geworden. Trotzdem sind ein 3D-Drucker oder Laserschneidegeräte immer noch recht teuer.

Pettis: Es kann natürlich sein, dass man sich für 3D-Designs interessiert, aber der 3D-Drucker zu teuer ist. Oder dass man denkt, ein Lasercutter ist schon toll, man ihn sich aber nicht leisten kann. Aber wenn man mit Rapid Prototyping anfangen will, braucht man nicht unbedingt viel Geld. Die meisten haben einen Drucker zu Hause. Damit kann man auch eigene Gegenstände herstellen: Die Programme Blender und Pepakura machen zum Beispiel aus 3D-Objekten Papierbastelbögen, die man nur ausschneiden und zusammensetzen muss. Das ist ein guter Anfang. Schneideplotter sind eine andere günstige Möglichkeit für den Einstieg in Rapid Prototyping.

Wal aus Pappe (Foto: Pettis)
Wal aus Pappe (Foto: Pettis)
Man sollte sich von dem Finanziellen nicht abhalten lassen. Es gibt immer Möglichkeiten, zum Beispiel Zeit auf großen Maschinen mieten. Dann kann man sehen, ob einem das Spaß macht, bevor man sich selbst in eine große Investition stürzt. Außerdem gibt es inzwischen eine große Gemeinschaft von Enthusiasten. Wer wirklich in das Thema einsteigen will, kann mit ihnen Kontakt aufnehmen. Die helfen dann weiter.

Golem.de: Heißt das, ich schicke ihnen meine 3D-Datei per E-Mail und bekomme nach ein paar Tagen ein Päckchen mit dem Gegenstand?

Pettis: Ja, es gibt Anbieter, denen man eine Datei schicken kann und die das Produkt herstellen. Aber ich empfehle, es lieber lokal zu lösen, sich in seiner eigenen Stadt umzuschauen, etwa nach Schilder- oder Trophäenherstellern, die haben meist die notwendigen Maschinen. Geht hin, freundet euch mit ihnen an, bringt ihnen Kekse, bestecht sie, tut, was immer notwendig ist, damit sie so nett sind, euch an die Maschinen zu lassen.

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HandreasEitermann 14. Jan 2009

... hat mal wieder den Trend verpennt.

Besserwisser XY 11. Jan 2009

lieber nicht im Namen des Glaubens sind Millonen wenn nicht Milliarden Menschen gestorben...

Besserwisser XY 11. Jan 2009

naja aber auch nur unter der vorrausetzung keine patente keine lizenzen kein...

Besserwisser XY 11. Jan 2009

Jetzt tu bloss nciht so als würde sich beim Magnetmotor nichts verbrauchen, durch die...



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