Abo
  • Services:
Anzeige

25C3: Die Festplatte als Schlüssel zur Persönlichkeit

Wie das Grundrecht auf digitale Intimsphäre abseits der Onlinedurchsuchung wirkt

Das neue Grundrecht auf digitale Intimsphäre muss auch Konsequenzen für die Beschlagnahmung von Festplatten haben, fordern Constanze Kurz und Ulf Buermeyer auf dem 25C3. Festplatten würden viel zu häufig beschlagnahmt und der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit dabei verletzt.

Constanze Kurz, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe Informatik in Bildung und Gesellschaft an der Humboldt Universität, und Ulf Buermeyer, Richter am Landgericht Berlin, haben sich Gedanken darüber gemacht, was das vom Bundesverfassungsgericht neu eingeführte Grundrecht auf Vertraulichkeit und Integrität von Informationssystemen für die tausendfach im Jahr erfolgende Beschlagnahmung von Festplatten bedeutet. Die beiden kommen zu der Forderung, künftig von der standardmäßigen Beschlagnahmung von Festplatten bei Durchsuchung abzusehen und den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit stärker in den Fokus zu rücken. Dabei geht es nicht nur um Festplatten, denn auch Handys und Smartphones enthalten heute umfangreiche Daten, die die Intimsphäre des Nutzers betreffen.

Anzeige

Kurz und Buermeyer führen aus, dass nach ihrer Ansicht der "absolut geschützte Kernbereich der privaten Lebensgestaltung" auch im Hinblick auf die Beschlagnahmung von Festplatten beachtet werden muss, denn die darauf gespeicherten Daten sind oft ausreichend, um sich ein umfassendes Bild der Persönlichkeit zu machen. Doch genau dagegen richtet sich das Urteil des Bundesverfassungegrichts im Streit um die Onlinedurchsuchung.

So sei es nicht verhältnismäßig, eine Festplatte wegen ein paar illegal heruntergeladener Programme für je knapp 40 Euro zu beschlagnahmen, machen die beiden CCC-Mitglieder an einem Beispiel fest. Sie weisen auch darauf hin, dass der oft angeführte Richtervorbehalt, wie er für die Onlinedurchsuchung festgelegt ist, überschätzt wird, denn den Richtern bleibt oft wenig Zeit und am längsten dauert die Bearbeitung, wenn der Antrag der Staatsanwaltschaft abgelehnt wird.

Problematisch sei darüber hinaus die Auswertung der beschlagnahmten Festplatten, denn diese erfolge zunehmend durch Dienstleister, für deren Arbeit es keine einheitlichen Standards gibt. Ausgewertet werden die gespeicherten E-Mails in der Regel anhand einer Stichwortliste, die so lange gekürzt werde, bis das Ergebnis überschaubar genug sei, um ausgedruckt zu werden. Buermeyer merkt allerdings an, dass es durchaus schon vorgekommen sei, dass ganze Festplatten ausgedruckt und dann auf 700 Aktenordner verteilt worden seien.


eye home zur Startseite
tanquart 04. Jan 2009

das is aber nich das teuerste spielzeug womit die da rummachen, keine angst:D

spanther 03. Jan 2009

So langsam glaube auch ich dass hier nichts mehr zu retten ist... Unsere Regierung kommt...

Clown 30. Dez 2008

...finde ich eher den Tatsache, dass bei einer Hausdurchsuchung nicht nur die...

Leser 29. Dez 2008

Sandra Sommer ist ein Troll, (für eine Frau der 90ger und danach ist sie einfach zu...

Leser 29. Dez 2008

Ich mag deine Theorie selbst zwar nicht, weil sie mir zu Si-fi ist, aber andererseits ist...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. State Street Bank International GmbH, München
  2. OEDIV KG, Bielefeld
  3. SYNLAB Holding Deutschland GmbH, Augsburg
  4. Carl Büttner GmbH & Co. KG, Bremen


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 29,99€ + 5,99€ Versand (günstiger als die schlechtere Nicht-PCGH-Version)
  2. (u. a. Ryzen 5 1400 für 151,99€, Ryzen 5 1600 für 198,95€ und Ryzen 7 1700 für 292,99€)

Folgen Sie uns
       


  1. Gesundheitskarte

    T-Systems will Konnektor bald ausliefern

  2. Galaxy Tab Active 2

    Samsungs neues Ruggedized-Tablet kommt mit S-Pen

  3. Jaxa

    Japanische Forscher finden riesige Höhle im Mond

  4. Deep Descent

    Aquanox lädt in Tiefsee-Beta

  5. Android-Apps

    Google belohnt Fehlersuche im Play Store

  6. Depublizierung

    7-Tage-Löschfrist für ARD und ZDF im Internet fällt weg

  7. Netzneutralität

    Telekom darf Auflagen zu Stream On länger prüfen

  8. Spielebranche

    Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Pro und X erwartet

  9. Thunderobot ST-Plus im Praxistest

    Da gehe ich doch lieber wieder draußen spielen!

  10. Fahrdienst

    Alphabet investiert in Lyft



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Passwortmanager im Vergleich: Das letzte Passwort, das du dir jemals merken musst
Passwortmanager im Vergleich
Das letzte Passwort, das du dir jemals merken musst
  1. 30.000 US-Dollar Schaden Admin wegen Sabotage nach Kündigung verurteilt
  2. Cyno Sure Prime Passwortcracker nehmen Troy Hunts Hashes auseinander
  3. Passwortmanager Lastpass ab sofort doppelt so teuer

APFS in High Sierra 10.13 im Test: Apple hat die MacOS-Dateisystem-Werkzeuge vergessen
APFS in High Sierra 10.13 im Test
Apple hat die MacOS-Dateisystem-Werkzeuge vergessen
  1. MacOS 10.13 Apple gibt High Sierra frei
  2. MacOS 10.13 High Sierra Wer eine SSD hat, muss auf APFS umstellen

Elex im Test: Schroffe Schale und postapokalyptischer Kern
Elex im Test
Schroffe Schale und postapokalyptischer Kern

  1. Re: Mobilfunkbetreiber: Ob es so eine gute Idee...

    tg-- | 18:08

  2. Re: Nicht nur die Telekommunikationsunternehmen...

    ermic | 18:06

  3. Re: Litium-Brände mit Wasser bekämpfen?!

    Eheran | 18:06

  4. Arme Selbsständige...

    ElMario | 18:05

  5. Ist bestimmt voller Creeper

    NeoTiger | 18:01


  1. 18:00

  2. 17:47

  3. 16:54

  4. 16:10

  5. 15:50

  6. 15:05

  7. 14:37

  8. 12:50


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel