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MediaPortal 1.0 - Musik hören, DVDs schauen, TV aufnehmen

Open-Source-basierte Media-Center-Software auf dem Weg zur Version 2.0. Das MediaPortal 1.0 ist fertig. Mit diesem Open-Source-Projekt, das von einem ehemaligen XBMC-Entwickler initiiert wurde, werden Windows-Rechner zum universellen Medienabspieler und in Verbindung mit TV-Karten auch zum Videorekorder.
/ Christian Klaß
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Das plattformübergreifende XBMC Media Center dient von Hause aus nur der Wiedergabe verschiedener Audio- und Videoformate, mit einer an den Fernseher oder Projektor angepassten Bedienoberfläche. Die Entwicklung des auch als Videorekorder nutzbaren MediaPortal startete 2004 auf Basis von XBMC, ist aber nach vielen Erweiterungen und Veränderungen mittlerweile ein eigenständiges Projekt. Ins Leben gerufen wurde das Projekt vom ehemaligen XBMC-Teammitglied Erwin Beckers ("Frodo"), mittlerweile arbeiten acht Entwickler, zwei Grafiker und zwei Tester in ihrer Freizeit am MediaPortal. Das Team(öffnet im neuen Fenster) lebt in Europa verteilt, unter anderem auch in Deutschland. Die MediaPortal-Nutzergemeinschaft soll rund 10.000 Mitglieder haben.

Der Veröffentlichung des MediaPortal 1.0(öffnet im neuen Fenster) ging fast ein Jahr Fehlerbeseitigung und Verbesserung der Bedienung (öffnet im neuen Fenster) voraus. Ziel des Teams war es, einem stabilen und funktionalen MediaCenter für das Wohnzimmer "einen großen Schritt näher" zu kommen. Eine Liste neuer Funktionen gibt es deshalb nicht. Es wird bereits an den Versionen 1.0.1 und 1.0.2 gearbeitet(öffnet im neuen Fenster) - womit dann Probleme behoben werden sollen, die für die Version 1.0 noch nicht beseitigt werden konnten. Die Entwickler wollen sich trotz der geplanten Pflege des MediaPortal 1 in Zukunft mehr und mehr dem geplanten MediaPortal 2.0 widmen.

Das Softwaregespann aus MediaPortal und TV-Server kann mehrere TV-Tuner gleichzeitig nutzen und kommt mit den gängigen TV-Übertragungsformaten auch für HDTV zurecht. Die Media-Center-Software dient unter anderem(öffnet im neuen Fenster) zum Fernsehen und Aufzeichnen inklusive Timeshifting und integrierter Programmzeitschrift (auf XMLTV-Basis). Außerdem kann sie zum Organisieren und Betrachten von Videos und DVDs genutzt werden, auch Musik lässt sich verwalten und abspielen. Internetradio und Radioempfang über DVB- oder FM-Tuner wurden ebenfalls integriert. Statt des integrierten Players können auch externe Anwendungen wie der Zoomplayer, iTunes oder Winamp zur Wiedergabe verwendet werden. Mit der eigenen Fotosammlung lassen sich vertonte Diashows darstellen. Auf den Wetterbericht inklusive Satellitenbildern und Karten verschiedener Onlinequellen muss ebenfalls nicht verzichtet werden.

Zum Download (öffnet im neuen Fenster) findet sich das MediaPortal 1.0 sowohl auf der englischsprachigen Hauptseite(öffnet im neuen Fenster) als auch auf der deutschsprachigen Website(öffnet im neuen Fenster) des Projekts. Die Software nutzt Microsofts .Net-Framework, wird in C++ entwickelt und steht unter der GNU/GPL auch im Quellcode zur Verfügung.


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