Nokia verkauft Geschäftsbereich für Sicherheitsprodukte
Nokia, der finnische Weltmarktführer bei Mobiltelefonen, verabschiedet sich aus dem Geschäft mit Sicherheitshardware für Unternehmensnetzwerke. Nokia gab bekannt, der Geschäftsbereich für Security Appliance gehe an den Partner Check Point Software Technologies, einen Anbieter von Firewalls und VPNs (Virtual Private Networks).
Über den Preis wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart. Check-Point-Chef Gil Shwed sagte der israelischen Zeitung Globes(öffnet im neuen Fenster) jedoch, er erwarte 2009 aus der Übernahme einen Umsatzzuwachs von 100 Millionen US-Dollar. Der Kaufpreis sei nicht erheblich und liege im zweistelligen Millionenbereich. Check Point verfügt über Finanzreserven von 1,4 Milliarden US-Dollar.
Es sei eine "wirklich einmalige Chance" gewesen, dass Nokia den Bereich abstoßen wollte, betonte Shwed mehrfach. Die Übernahme soll, vorbehaltlich der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden, bis zum 31. März 2009 abgeschlossen sein. Die Firmen arbeiten seit zwölf Jahren zusammen. Nokia verfügt nach eigenen Angaben weltweit über eine Installationsbasis von 220.000 Firewall/VPN-Appliances bei circa 23.000 Kunden.
Check Point Software Technologies ist Anbieter von Produkten für Netzwerksicherheit, Datensicherheit und das Security Management. Wichtigste Check-Point-Artikel sind Security-Gateways, Unified-Threat-Management-Systeme und die Power-1-NGX-Appliances für den Schutz von Rechenzentren gegen Angriffe. Power-1-Systeme bieten VPN-Funktionen plus IPSec, Firewall sowie Intrusion-Detection-Funktionen.
Das Softwareunternehmen wurde in Ramat Gan (Israel) gegründet und hat circa 1.900 Beschäftigte. Der Hauptsitz ist in Redwood City (USA), internationaler Hauptsitz und Entwicklungsstandort ist Ramat Gan.
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