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Polaroid meldet Insolvenzverfahren an

Eigner soll Vermögen privat verprasst haben

Wegen eines Milliardenbetrugsverfahrens bei seinem größten Anteilseigner muss der US-Digitalfotografieanbieter Polaroid das Insolvenzverfahren beantragen. Das Unternehmen, das im November 2008 das Ende seiner berühmten Polaroid-Sofortbildfilme angekündigt hatte, verfüge aber über Finanzreserven und werde den Geschäftsbetrieb weiterführen, so Chefin Mary L. Jeffries.

Artikel veröffentlicht am ,

Polaroid beantragt Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts. Schuld an dem zweiten Insolvenzverfahren innerhalb von sieben Jahren sei diesmal ein Betrugsverfahren des Besitzers Petters Group, der Investoren um über 2 Milliarden US-Dollar betrogen haben soll.

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Petters-Group-Gründer Thomas Petters war im Oktober 2008 verhaftet worden. Die Anschuldigungen lauten auf Betrug und Geldwäsche seit dem Jahr 1995, um einen extravaganten Lebensstil zu finanzieren.

Der 71 Jahre alte Pionier der Sofortbildkamera war 2005 von Petters Group Worldwide übernommen worden. Laut Angaben beim Insolvenzgericht in Minneapolis erhebt die Petters Group Forderungen in Höhe von 213,5 Millionen US-Dollar gegen Polaroid. Die Firma bestreitet deren Rechtmäßigkeit, macht aber keine genauen Angaben zur eigenen Finanzlage. Um Gläubigerschutz wurde für die Mutterfirma und neun Tochterunternehmen ersucht. Polaroid erzielt nach den Angaben einen Jahresgewinn von circa 400 Millionen US-Dollar. Der Jahresumsatz soll bei 1 Milliarde US-Dollar liegen.

"Obwohl wir einen der weltweit bekanntesten Markennamen besitzen, musste Polaroid in den letzten Jahren einen Rückgang des Nettoumsatzes bei zugleich steigenden operativen Ausgaben und Entwicklungskosten hinnehmen", heißt es weiter in den beim Insolvenzgericht eingereichten Unterlagen. Ein erstes Insolvenzverfahren wurde 2001 im Zuge des Siegeszuges der Digitalkamera nötig.

"Wir erwarten, unser operatives Geschäft während der Reorganisationsphase weiterführen zu können und planen neue Produkte für 2009", sagte Firmenchefin Mary Jeffries. Im Februar 2008 erklärte die Firma den Ausstieg aus dem analogen Fotogeschäft und schloss Fabriken in den USA, Mexiko und den Niederlanden. Polaroid setzt nun auf Produkte wie seinen Sofortbild-Minidrucker PoGo, tragbare DVD-Player, digitale Bilderrahmen und Flachbildschirmfernseher.

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spanther 23. Dez 2008

LOL ja diesmal hast du mit so einer "Ende von" Meldung tatsächlich recht xD

karamba 22. Dez 2008

Eher die Zeit, als noch keine nennenswerte Konkurrenz da war. Ist noch gar nicht so lange...

Siga 22. Dez 2008

Das war auch schon am Wochenende oder Freitag nachmittag/abend in den USA. News könnten...

knock 22. Dez 2008

eee


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