Konsortium will Standards für Drahtlosladegeräte entwickeln
MP3-Player, Mobiltelefon, Notebook, PDA, Digitalkamera - die meisten besitzen inzwischen ein oder eher mehrere Geräte für unterwegs. Man nähme sie gern auch mit auf Reisen, wäre da nicht der Ärger mit den vielen Ladegeräten und ihren Kabeln. Wie viel praktischer wäre es, wenn nur noch ein Ladegerät verstaut werden müsste, das auch noch ohne Kabel auskommt. Das möchte das Wireless Power Consortium erreichen.
Das gerade in Hongkong von den Unternehmen ConvenientPower, Fulton Innovation, Logitech, National Semiconductor, Philips, Sanyo, Shenzhen Sang Fei Consumer Communications und Texas Instruments gegründete Konsortium will einen Standard für eine drahtlose Stromübertragung vom Ladegerät über kurze Distanz zum Gerät durch elektromagnetische Induktion festlegen.
Diese Technik wird bereits zum Laden von Akkus genutzt. Philips etwa bietet Zahnbürsten und Massagegeräte an, die drahtlos geladen werden. Sanyo hat ein drahtloses Ladegerät für die Wii-Fernbedienung im Programm.
Allerdings sind diese Ladegeräte nur für ein bestimmtes Gerät gedacht, da sie mit unterschiedlichen Frequenzen arbeiten oder die Spulen verschiedene Widerstände haben. Das soll durch die Entwicklung eines internationalen Standards verändert werden.
Zunächst will das Konsortium einen Standard für Geräte mit 5 Watt und weniger Leistung entwickeln, etwa für Molbiltelefone oder MP3-Player. Im zweiten Schritt soll ein Standard für Geräte mit einer höheren Energieaufnahme folgen.
Auf Basis dieser Standards können dann Universal-Ladegeräte gebaut werden. Hama hat Anfang 2008 ein drahtloses Ladegerät angekündigt, das jedoch einen Adapter benötigt. Im Jahr 2007 haben Forscher am MIT eine Technik namens WiTricity vorgestellt, mit der sie eine 60-Watt-Glühlampe drahtlos über zwei Meter mit Strom versorgen können.