EA schließt Entwicklerstudios

Electronic Arts gibt offizielle Details darüber bekannt, wie viele Mitarbeiter gehen müssen. Das Unternehmen hatte am 10. Dezember 2008 eine Gewinnwarnung veröffentlicht und Stellenstreichungen angekündigt. Der Mitteilung zufolge verlieren bis Ende März 2009 weitere 400 Angestellte ihren Job; bereits im Oktober 2008 hatte EA die Streichung von 600 Arbeitsplätzen verkündet, so dass insgesamt etwa 1.000 Mitarbeiter gehen müssen – rund 10 Prozent der Belegschaft.
EA erhofft sich durch die Kündigungen jährliche Einsparungen in Höhe von 120 Millionen US-Dollar; dem stehen Restrukturierungskosten von 55 bis 65 Millionen US-Dollar in den nächsten Monaten gegenüber.
Im Rahmen der Restrukturierungen schließt das Unternehmen neun Standorte. Damit sind sowohl Entwicklerstudios als auch sonstige Niederlassungen gemeint. Betroffen ist auch EA Black Box, das im kanadischen Vancouver an der zuletzt stark kritisierten Need-for-Speed -Reihe gearbeitet hat. Ohne konkret zu werden, kündigt EA an, dass alle Marken von Black Box im ebenfalls kanadischen Studio in Burnaby weiter betreut werden. Eine dauerhafte Einstellung der einst sehr erfolgreichen Serie, die in den vergangenen Tagen von Teilen der Spielefachpresse diskutiert wurde, ist in der Mitteilung von EA kein Thema, und würde auch wirtschaftlich keinen Sinn ergeben.
Electronic Arts arbeitet außerdem an einem Plan, das Produktportfolio zugunsten von Titeln mit potenziell höheren Gewinnmargen zu verkleinern. Allerdings betont das Unternehmen, auch künftig "kreative Risiken" eingehen zu wollen.



