Intelligenter Strom für Cuxhaven

Pilotprojekt eTelligence soll erneuerbare Energiequellen besser integrieren

Wie kann der Anteil erneuerbarer Energien besser in die Stromnetze integriert werden? Das Projekt eTelligence baut in Cuxhaven ein intelligentes System, um Schwankungen bei der Stromerzeugung mit erneuerbaren Quellen auszugleichen.

Artikel veröffentlicht am ,

Windkraftanlagen gehören zum Bild der Landschaft, vor allem an den Küsten. Doch die alternativen Energieerzeuger werden noch nicht so effizient eingesetzt, wie es möglich wäre. Das will das Projekt eTelligence ändern.

eTelligence: Marktplatz als Dreh- und Angelpunkt (Grafik: eTelligence)
eTelligence: Marktplatz als Dreh- und Angelpunkt (Grafik: eTelligence)
Inhalt:
  1. Intelligenter Strom für Cuxhaven
  2. Intelligenter Strom für Cuxhaven
  3. Intelligenter Strom für Cuxhaven

Heute würden alternative Stromerzeuger nach dem Motto "Connect and Forget" (anschließen und vergessen) genutzt, erklärte eTelligence-Projektleiter Wolfram Krause im Gespräch mit Golem.de. Die Anlagen würden ans Netz angeschlossen und erzeugten Strom, wenn Wind wehe oder die Sonne scheine. Inzwischen gebe es jedoch so viele solche Stromerzeuger, dass eine intelligente Integration ins Netz nötig sei.

Etelligence will in der Modellregion Cuxhaven ein intelligentes Energiemanagementsystem aufbauen, das Netzbetreiber, Stromerzeuger und Verbraucher aktiv mit einbezieht. Damit solle, so Kruse, der Strombedarf flexibel und automatisiert dem bestehenden Angebot und der Wetterlage entsprechend geregelt werden.

Der regionale Marktplatz

Dreh- und Angelpunkt des Projektes ist ein regionaler Marktplatz, auf dem sich die Teilnehmer treffen. Dazu gehören die Stromerzeuger - die dezentralen alternativen Erzeuger, die Strom aus Biomasse, Wind und Sonnenlicht gewinnen, und die großen Versorger, die am europäischen Verbundnetz hängen. Zu den Teilnehmern auf dem Marktplatz gehören auch die Verbraucher, gewerbliche wie private. Auch sie können als Anbieter auftreten, zum Beispiel indem sie ihre Solaranlage auf dem Dach oder ihre Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen in das Netz integrieren. Die dritte Gruppe von Teilnehmern sind die Netzbetreiber.

Die Marktteilnehmer sollen Stromverbrauch und Stromerzeugung flexibler handhaben als bisher, um Wind- oder Lastspitzen auszugleichen. Windanlagen würden nämlich derzeit bei zu viel Wind heruntergefahren, um das Netz nicht zu überlasten, erklärt Krause. Dann könne es aber vorkommen, dass wenig später Gasturbinen gestartet werden müssen, weil dann Strom gebraucht werde. Über den Marktplatz sollen Lasten verteilt werden, um erneuerbare Energie effizienter zu nutzen. So könnten mehr Erzeuger solcher Energie in das Netz eingebunden werden.

Kalt und warm - zwei Beispiele

Die Kühlhäuser der Cuxhavener Fischbetriebe eignen sich zum Beispiel hervorragend als thermische Energiespeicher. Statt die Temperatur mit einem Fühler zu steuern, wird sie nach dem zur Verfügung stehenden Stromangebot geregelt: Sagt der Wetterbericht einen stürmischen Tag voraus, nimmt das Kühlhaus viel Strom zum Kühlen ab. In den kommenden Tagen, in denen weniger Wind herrscht, verbraucht es dafür weniger Strom - solange bis ein bestimmter Temperaturgrenzwert erreicht ist und wieder neu gekühlt werden muss.

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Intelligenter Strom für Cuxhaven 
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FVNSEnergy 26. Dez 2008

P.S. Mir ist schon klar, das das nit ernst gemeint war ;)

Paul Mensch 23. Dez 2008

Ich würde mal sagen der Idiot bist Du ! Wie kann man so negativ gegen was neues...

respawner 22. Dez 2008

vor allem geht es aber darum intelligente Zähler zu installieren um die Gewohnheiten der...

ChrisH 22. Dez 2008

Ein Markt und alles wird gut? Ist da ein Wiwi, der unbedingt eine Diplomarbeit braucht...



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