Autos klauen statt Finanzkrise - Spiele 2008

Gitarren- und andere Helden

Singen, rocken, trommeln - selten zuvor waren Computerspieler so musikalisch wie 2008. Titel wie Guitar Hero, Rock Band, Wii Music, Lips und Singstar ließen nicht nur die Ohren braver Partygäste, sondern auch die Kassen klingeln. Allein die beiden Gründer von Harmonix, die sowohl hinter der Erfindung von Guitar Hero als auch hinter der von Rock Band stecken, haben jeweils dreistellige Millionenbeträge verdient.

 

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Sogar konservative Musiker wie die Herrschaften von Metallica setzen längst auf die Marketing- und Geldvermehrungseffekte eines Guitar Hero. Die gute Laune von Schlagzeuger Lars Ulrich hielt aber nur so lange, bis Berichte im Internet auftauchten, dass sein Album Death Magnetic in der Guitar-Hero-Version deutlich besser klinge als auf CD. Allmählich nähert sich die Sause ihrem Ende: Analysten beobachten zumindest in den USA eine Marktsättigung. Mehr als zwei bis drei Millionen Exemplare kann Activision von Guitar Hero trotz massiver Marketingbemühungen - sogar Heidi Klum trat in einem Werbespot auf - wohl nicht absetzen.

Publisher Reloaded

Bei den Unternehmen hat sich 2008 wenig getan. Die wichtigste Änderung war schließlich schon Ende 2007 bekannt: der Zusammenschluss von Activision und Blizzard. Inzwischen ist die Fusion vollzogen, aber noch nicht so richtig spürbar. Selbst bei der Pressearbeit treten die Unternehmen, abgesehen von einer gemeinsam unterzeichneten Weihnachtskarte, getrennt auf.

Electronic Arts ist wegen Activision-Blizzard nicht mehr der weltgrößte Spielepublisher, und auch sonst lief es nicht gut für die Firma. Eine geplante feindliche Übernahme von Take 2 enttäuschte zumindest in Bezug auf den Unterhaltungswert durch ein monatelang unverändertes Angebot an die Take-2-Anteilseigner. Irgendwann sprachen die Unternehmen hinter verschlossenen Türen, und dann war das Ganze ohne Ergebnis einfach so vorbei.

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Das prominenteste Opfer unter den internationalen Entwicklerstudios war Ensemble. Es wurde ohne Vorwarnung und trotz positiver Geschäftszahlen von Microsoft abgeschossen. Deutlich länger zog sich das Aus von Flagship hin. Die Firma von Ex-Blizzard-Mitarbeitern wie Bill Roper hatte sich verkalkuliert. Mit Hellgate: London hatte es keinen Bestseller gelandet und sich außerdem von geschäftstüchtigeren asiatischen Onlinefirmen über den Tisch ziehen lassen. Plötzlich waren die Rechte an Hellgate weg, und wenig später auch der Rest des Unternehmens. Prominentestes Opfer in Deutschland war 10tacle, das im August 2008 Insolvenz anmelden musste. Der Grund waren ambitionierte Projekte, die einfach nicht fertig wurden, und Investoren ohne Geduld - plus viele interne Probleme und Missmanagement.

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Sonic77 28. Dez 2008

nix text

Ulf 28. Dez 2008

Wieso kommen eigentlich immer wieder Menschen auf die Idee, dass Rechtschreibung...

DerGrund 27. Dez 2008

Der Grund ist das man limitiert ist in der Anzahl wie oft man das Spiel installieren kann.

JanZmus 27. Dez 2008

Was ist denn mit: "(...)wenn man schon vorgibt spielerische Waffen könnten, gefährlich...



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