iPhone-Exklusivvertrieb in Frankreich verboten

Mobilfunkanbieter Orange will sich gegen Entscheidung wehren

Die französische Wettbewerbsaufsicht hat die exklusive Vertriebsvereinbarung für das iPhone 3G mit sofortiger Wirkung für ungültig erklärt. Der betroffene Mobilfunkanbieter Orange hat die Entscheidung verurteilt und angekündigt, sich dagegen zu wehren.

Artikel veröffentlicht am ,

Orange sieht rot. Der Mobilfunkanbieter, der Apples neues iPhone in Frankreich bisher exklusiv vertreibt, sieht sich durch die Wettbewerbsaufsicht in seiner unternehmerischen Freiheit bedroht. Die Aufsichtsbehörde hat am Mittwoch die auf fünf Jahre angelegte, exklusive Vertriebsvereinbarung zwischen Apple und Orange für die aktuelle iPhone-Generation mit sofortiger Wirkung für ungültig erklärt. Alle weitergehenden Vertriebsvereinbarungen zwischen Orange und Apple müssen die Unternehmen binnen drei Monaten beenden.

Laut Financial Times sind die französischen Wettbewerbshüter der Auffassung, der Wettbewerb auf dem französischen Mobilfunkmarkt sei nicht stark genug, um solche Exklusivverträge zu ertragen. Orange ist aus dem ehemaligen staatlichen Monopolisten France Telecom hervorgegangen.

Der Mobilfunkanbieter hatte die exklusiven Vertriebsvereinbarungen mit Apple unter anderem damit begründet, er müsse Investitionen in die Infrastruktur für mobiles Internet finanzieren. Das Argument wollten die Wettbewerbshüter zwar nicht ganz von der Hand weisen. Fünf Jahre seien aber einfach "zu lang", erklärte ein Behördenvertreter gegenüber der Financial Times. Nach Untersuchungen der Behörde hat Orange von den Erlösen aus dem iPhone-Vertrieb in Höhe von 222 Millionen Euro zwischen Juli und September 2008 lediglich 16,5 Millionen investiert.

Orange kündigte an, gegen die Entscheidung der Wettbewerbsaufsicht in Berufung zu gehen, da die Entscheidung "große Zweifel am Funktionieren des Marktes aufwirft".

In Deutschland wird das iPhone exklusiv von T-Mobile vertrieben. Welche Auswirkungen die Entscheidung der französischen Wettbewerbsaufsicht auf Apples Vertriebspolitik hierzulande und in anderen EU-Staaten haben wird, lässt sich im Augenblick noch nicht beurteilen. [von Robert A. Gehring]

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zeldafan 19. Dez 2008

"So ist das nun mal mit Regeln. Sie gelten für alle, sonst machen sie keinen Sinn." Tja...

Will it blend 18. Dez 2008

ja man kann... geht ganz hervorragend: http://www.youtube.com/watch?v=DLxq90xmYUs

Rechler 18. Dez 2008

Hmm bei Apples Partnern wird sowas verurteilt, Vodafone und Co bieten doch auch Geräte...

all-belongs-to-KSA 18. Dez 2008

Geldstrafen sind sinnvoller ich fordere 100 Milliarde von Apple! Direkt in Bar an die EU...



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