Intel arbeitet an USB-3.0-Unterstützung für Linux
Da die Bus-Spezifikation für USB 3.0 mittlerweile öffentlich ist, könne sie nun berichten, woran sie bei Intel arbeite, schreibt Sarah Sharp in ihrem Blog(öffnet im neuen Fenster) . Die Entwicklerin hat einen Linux-Treiber für den USB-3.0-Hostcontroller xHCI geschrieben, den sie auf der SuperSpeed Developers Conference vorgestellt hat. Mit USB 3.0 sollen Übertragungsraten von bis zu 5 Gigabit pro Sekunde möglich sein. USB 2.0 unterstützt höchsten 480 Megabit pro Sekunde.
Bei Sharps Demo konnte sie Daten etwa dreieinhalb Mal so schnell übertragen wie mit USB 2.0. Dies sei aber erst der Anfang. Sobald die Hostcontroller und entsprechende Geräte regulär verfügbar sind, soll die Geschwindigkeit nochmals zunehmen, erwartet Sharp.
Wann USB 3.0 in Computern zu finden sein wird, ist derzeit noch unklar. Vor Mitte 2009 wird nicht mit ersten Hostcontrollern von Intel gerechnet. Eine breite Auswahl an passenden Geräten wird erst für 2010 erwartet.
Damit Linux USB 3.0 grundlegend unterstützt, muss laut Sharp erst einmal der USB-Stack aktualisiert werden. Außerdem wird ein Treiber für den xHCI-Hostcontroller benötigt. Da die Spezifikationen nun verfügbar sind, will Sharp damit beginnen, ihre Patches für den Linux-USB-Stack an die Kernel-Entwickler weiterzureichen. Bevor die Änderungen tatsächlich in den Kernel gelangen, müssen sie geprüft, getestet und gegebenenfalls geändert werden, damit sie den Vorgaben der Kernel-Entwickler entsprechen.
Der xHCI-Treiber sei problematischer, so Sharp. Momentan ist der Treiber nur unter einem NDA (Non-Disclosure Agreement) verfügbar, so dass er der Linux-Community noch nicht zur Verfügung gestellt werden darf. Das geht erst, wenn Intel die xHCI-Spezifikationen veröffentlicht. Zudem sei der Treiber wesentlich größer als die Änderungen am USB-Core. Sharp rechnet daher damit, dass es mehrerer Reviews durch die Kernel-Entwickler bedarf, bevor der Treiber im Linux-Kernel auftaucht.
Grundlegende Unterstützung bedeutet, dass zu Beginn noch einige Funktionen fehlen können, so Sharp. So könnten anfangs beispielsweise noch die erweiterten Energiesparfunktionen von USB 3.0 fehlen oder einige Versionen des Treibers könnten zu Abstürzen führen – es gebe schließlich einen Grund, dass der Treiber als experimentell gekennzeichnet ist, schreibt Sharp. Je früher der Code für alle Linux-Nutzer verfügbar ist, desto schneller könne er aber auch verbessert werden.
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