Zehntausende Kreditkartenabrechnungen samt PIN ausgespäht
Nach Informationen der Frankfurter Rundschau(öffnet im neuen Fenster) handelt es sich bei der Landesbank Berlin (LBB) um den größten Kreditkartenvergeber Deutschlands. Auch Kunden anderer Banken müssen um ihre Daten fürchten.
Der Zeitung wurden zehntausende Kundendaten zugespielt, die Vor- und Nachname, Anschrift, Kreditkartennummer, Kontonummer und jede einzelne Transaktion beinhalten. Besonders prekär: Unter den Daten sind auch die Geheimnummern (PIN) der Kreditkarten.
Die Transaktionsdaten stammen vom August 2008. Inwieweit es sich nur um eine einzelne Monatsabrechnung handelt oder diese Daten lediglich eine Kostprobe sind, ist nicht bekannt.
Betroffen sind nach Angaben der Frankfurter Rundschau die folgenden Karten: ADAC Gold-Mobil-Doppel, Amazon Visa, White Lable Premium, ADAC Classic Mobile Master, ADAC Classic mobile Visa, Schmetterling Premium, Visa Geschenkkarte, ADAC Gold Mobile Master ADAC Gold Doppel, LBB Classic Eurocard, LBB WBI Classic Card, Xbox Classic Card, ADAC Einstieg Visa.
Die Daten sind nicht elektronisch, sondern fotografisch gespeichert. Die FR erhielt anonym ein Paket mit Mikrofiches(öffnet im neuen Fenster). Es handelt sich um Hunderte Mikrofilme. Die Zeitung informierte Polizei und Staatsanwaltschaft.
Der Bundesbeauftragte für Datenschutz, Peter Schaar, ist angesichts der Vielfältigkeit und Aktualität der Datensätze höchst alarmiert. Er hätte diese Sammlung nicht für möglich gehalten. Wo die Daten noch gelandet sind, ist nicht bekannt. Schaar zeigte sich über die Art der Speicherung überrascht. Die Datenspeicherung auf Mikrofiches entspreche nicht den aktuellen Sicherheitsvorschriften.
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