Gläubiger von BenQ Mobile können hoffen

Auszahlungsquote von 35 Prozent ungewöhnlich hoch

Ein großer Teil der Forderungen gegenüber dem insolventen Handyhersteller BenQ Mobile konnte mittlerweile beglichen werden. Die Gläubiger sollen im ersten Quartal 2009 35 Prozent der geprüften Ansprüche bezahlt bekommen. In Summe wären dies mehr als 100 Millionen Euro.

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Nach einem Bericht des Handelsblatts ist die Auszahlungsquote von 35 Prozent äußerst hoch. Siemens hatte im Frühjahr 2005 sein Handygeschäft an BenQ verkauft, die es in Folge nicht schafften, das Geschäft wieder auf gesunde finanzielle Beine zu stellen. Im Herbst 2006 musste die Sparte BenQ Mobile Insolvenz anmelden, nachdem die taiwanische Konzernmutter die Zahlungen einstellte. In Deutschland waren rund 3.000 Mitarbeiter bei BenQ Mobile davon betroffen.

Die Auszahlungsquote ist nach Angaben von Insolvenzspezialisten äußerst hoch. Nach Angaben eines Juristen gegenüber dem Handelsblatt ist vor allem die Geschwindigkeit erstaunlich, mit der es zur Ausschüttung komme. Nach einer Unternehmenspleite werden in der Regel nur drei bis fünf Prozent der Forderungen erfüllt. Ein Prozess, der sich zudem noch über viele Jahre hinziehen kann.

"Ein wesentlicher Anteil stammt von Siemens", sagte Insolvenzverwalter Prager gegenüber dem Handelsblatt. Auch der Verkauf von Grundstücken, Patenten und Maschinen habe seinen Teil dazu beigetragen. Siemens teilte im November 2008 mit, an den Insolvenzverwalter 255 Millionen Euro zu zahlen.

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