• IT-Karriere:
  • Services:

Die fünf Open-Source-Mythen

Black Duck über Open-Source-Software

Das US-Unternehmen Black Duck räumt auf - mit fünf Mythen, die rund um die Entwicklung freier Software entstanden sind. Die Erkenntnisse bezieht Black Duck aus eigenen Untersuchungen. Das Unternehmen bietet Lizenz-Management-Software an.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Black Duck hat unter anderem die Software ProtexIP im Programm, die Softwareentwicklungsfirmen dabei helfen soll, sich bei verwendeten Quelltexten an deren Lizenzbestimmungen zu halten. Im Rahmen der eigenen Knowledge Base sammelt das Unternehmen den Code von derzeit über 170.000 Open-Source-Projekten. Auf Basis der so gewonnenen Erkenntnisse will das Unternehmen nun fünf gängige Mythen rund um Open-Source-Entwicklungen beseitigen.

Stellenmarkt
  1. Cerdia Services GmbH, Freiburg im Breisgau
  2. Berliner Wasserbetriebe, Berlin

So stimme es keinesfalls, dass Open Source immer nur als reiner Quelltext erscheine. Der Anteil von Quelltext liege bei 15 Prozent dessen, was Open-Source-Entwickler veröffentlichen. Viermal so viele Binarys wie Source-Dateien gebe es. Aber auch Skripte, Grafiken, Dokumentationen und Ähnliches gehören laut Black Duck zu dem, was veröffentlicht wird.

Die Annahme, freie Software komme hauptsächlich in der IT-Infrastruktur in Form von Linux und MySQL zum Einsatz, ist laut Black Duck ebenfalls falsch. Vor allem kämen Komponenten zum Einsatz, keine kompletten Anwendungen, die dann wiederum in anderen Anwendungen verwendet werden. Als Beispiel nennt Black Duck Apache Log4j, das in über 5.500 Projekten zum Einsatz kommen soll.

Es seien auch nicht nur ein paar Milliarden Codezeilen frei verfügbar, so Black Duck. Dies sei eine Größenordnung zu klein - eher seien mehrere zehnmilliarden Zeilen im Internet zu finden. Über 90 Prozent des freien Quellcodes werde in C, C++, Java, Javascript und C# geschrieben.

"Echte Programmierer kommentieren ihren Quelltext nicht", lautet ein weiterer Mythos. Tatsächlich komme bei Open-Source-Projekten eine Kommentarzeile auf vier Zeilen Quelltext. Am meisten werde Java-Code kommentiert - mehr als eine Kommentarzeile pro zwei Zeilen Quelltext, so Black Duck. Der am wenigsten kommentierte Code sei in Boo geschrieben.

Der letzte Mythos bezieht sich auf die GPLv3. Die im Juni 2007 veröffentlichte Lizenz für freie Software werde weitgehend ignoriert, so die Annahme. Black Duck zählt allerdings mehr als 6.300 Projekte, die die neue Lizenz angenommen haben. Damit habe die GPLv3 die Apache-Lizenz, die CPL sowie die Mozilla- und MIT-Lizenzen hinter sich gelassen. Insgesamt wird die GPL nach Angaben von Black Duck von etwa 70 Prozent aller Open-Source-Projekte verwendet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote

boo 21. Jan 2009

Die Aussage ist ja lediglich dass Freie Projete nicht _nur_ aus Code bestehen und _nur_...

redwolf 13. Jan 2009

Ich werde da jetzt erstmal 40000000000 Zeilen unnützen, undokumentierten Source...

neisklar 12. Dez 2008

q.e.d.

Airbsenzähler 12. Dez 2008

Richtig erkannt: Die Mehrzahl von binary ist binaries.

Nolan ra Sinjaria 12. Dez 2008

Eben. Dazu passt dann glaub auch noch folgendes Zitat von Martin Fowler: "Comments are...


Folgen Sie uns
       


Toyota Mirai II Probe gefahren

Die Brennstoff-Limousine gefällt uns, aber Tankstellen muss man suchen.

Toyota Mirai II Probe gefahren Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /